Oracle kündigt eigene Virtualisierungslösung an
Während Oracle bei Unbreakable Linux auf Red Hat Enterprise Linux als Basis setzt, wird für Oracle VM der freie Hypervisor Xen verwendet. Der Hypervisor soll direkt auf der Hardware laufen und kein Host-Betriebssystem benötigen.
Oracle schweigt sich darüber aus, welche Änderungen an der Software durchgeführt wurden und so werden die üblichen Windows-Varianten und Linux-Distributionen als Gäste unterstützt. Windows lässt sich aber nur virtualisieren, wenn ein Prozessor mit Virtualisierungstechnik genutzt wird. Die Installation will Oracle allerdings vereinfacht haben und verspricht darüber hinaus eine dreifach höhere Effizienz als bei anderen Virtualisierungsprodukten.
Zur Verwaltung soll es eine Weboberfläche geben, über die sich laut Oracle auch Funktionen wie die Migration virtueller Maschinen aufrufen lassen. Verschiedene seiner eigenen Anwendungen hat Oracle bereits für Oracle VM zertifiziert.
Die Binarys für Server und Verwaltungssoftware sowie den Quelltext des Servers will Oracle am 14. November 2007 zum Download(öffnet im neuen Fenster) bereitstellen. Wie schon bei Unbreakable Linux verkauft der Anbieter zudem Support: Den Premier Support für ein Jahr gibt es für 499,- US-Dollar mit Beschränkung auf ein System mit maximal zwei Prozessoren oder aber für eine unlimitierte Anzahl für 999,- US-Dollar. Für den dreijährigen Premier-Support werden entsprechend 1.497,- US-Dollar respektive 2.997,- US-Dollar fällig. Neben dem Zugang zum Unbreakable Linux Network für Patches und Ähnliches ist darin weltweiter 24x7-Support enthalten.