Thomson überträgt unkomprimierten 4K-Digitalfilm
Erste Ergebnisse wurden bereits während der NAB 2007 an einem simulierten Netzwerk gezeigt. In Zusammenarbeit mit LambdaNet konnte Thomson nun die Ergebnisse seiner Forschung in einem kommerziellen europäischen Netzwerk in Aktion demonstrieren.
Die Signaleinspeisung und der Empfang, beides in Echtzeit, erfolgten in Thomsons Corporate Research Zentrum in Hannover. Genutzt wurde dabei ein von der LambdaNet Communications Deutschland AG betriebener Glasfaserring, der die Städte Hannover, Magdeburg, Berlin, Leipzig, Dresden und Erfurt miteinander verbindet.
Thomsons neu entwickeltes Hochleistungs-Datentransport-Protokoll soll erstmals die Bandbreite von 10-GBit/s-Ethernet-Netzwerken in Echtzeitanwendungen effektiv nutzen, indem störende Laufzeiteffekte von Weitverkehrsverbindungen eliminiert werden. Damit unterscheidet sich die neue Technik laut Thomson "gravierend" von heute gebräuchlichen Übertragungsprotokollen wie TCP (Transmission Control Protocol) oder UDP (User Datagram Protocol), bleibe aber trotzdem voll kompatibel zur heutigen IP-Netzwerk-Infrastruktur.
Laut Gary Donnan, dem Leiter der Thomson-Forschungsabteilung Corporate Research, seien damit neue Maßstäbe in der Weitverkehrsübertragung von schnellen Echtzeit-Datenströmen gesetzt worden. Die neue Technik soll u.a. die effiziente Handhabung von digitalen Inhalten in Produktionsqualität zwischen weit voneinander entfernten Standorten ermöglichen.
Angesichts der stetig fortschreitenden Digitalisierung und Globalisierung der Filmindustrie forscht Thomson nach eigenen Angaben seit etwa zwei Jahren an der Echtzeit-Hochgeschwindigkeitsdatenübertragung über Ethernet-Netze.
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