Microsoft und Novell bauen Zusammenarbeit aus
Als Erfolg bezeichnen Microsoft und Novell ihren im November 2006 geschlossenen Pakt, der in der Open-Source-Szene die unterschiedlichsten Reaktionen hervorrief. Dass Microsoft noch immer auf Drohgebärden setzt, wenn es um Linux und Open Source im Allgemeinen geht, bleibt unerwähnt – stattdessen spricht Microsoft davon, dass es einen großen Bedarf an "Seelenfrieden" in Bezug auf geistiges Eigentum gebe.
Novell und Microsoft nutzten die Gelegenheit, um 30 neue Kunden zu erwähnen, die aufgrund der engen Zusammenarbeit zwischen den beiden Unternehmen Verträge geschlossen hätten. In Zukunft wolle man daher die Kooperation noch ausbauen und sich nun um Barrierefreiheit für Windows und Linux kümmern.
Microsoft will dafür das Framework "User Interface Automation" (UIA) veröffentlichen, während Novell daran arbeitet, dieses auf andere Plattformen zu bringen und die Kompatibilität zwischen UIA und dem Linux Accessibility Toolkit sicherstellen will, das in verschiedenen Linux-Distributionen enthalten ist.
2006 hatten sich Microsoft und Novell darauf geeinigt, auf den Gebieten Virtualisierung, Dokumentenformate und Interoperabilität zwischen Windows und Linux zusammenzuarbeiten. Teil des Abkommens war auch ein Patentversprechen von Microsoft, Nutzer von Suse Linux Enterprise nicht verklagen zu wollen – dies führte letztlich zu einem entsprechenden Absatz in der GPLv3, um solche Abkommen künftig zu unterbinden.
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