Telekom verliert erneut fast eine halbe Million Anschlüsse
Unter dem Strich erwirtschaftete der Gesamtkonzern im dritten Quartal 2007 ein bereinigtes EBITDA von 5,1 Milliarden Euro, was leicht über dem Wert des Vorjahres liegt. Für das gesamte Geschäftsjahr hält die Telekom an ihrer Prognose von einem EBITDA in Höhe von rund 19 Milliarden Euro fest.
Dabei meldet die Telekom auch im Inland kleine Erfolge: Das Geschäftsfeld Breitband/Festnetz liegt mit einer Neukundenquote von 48 Prozent bei Breitbandanschlüssen leicht über dem geplanten Anteil von 40 bis 45 Prozent für das Gesamtjahr. Im dritten Quartal stieg die Zahl der Breitbandkunden damit um 480.000. Damit verfügen jetzt 8,5 Millionen Kunden in Deutschland über einen Breitbandanschluss von T-Home. 3,5 Millionen DSL-Anschlüsse werden über Resale-Angebote durch T-Home technisch realisiert, aber von Wettbewerbern vermarktet. Damit ist die Zahl der DSL-Anschlüsse in Deutschland im Vergleich zum Vorjahresquartal um rund 28 Prozent auf über 12 Millionen Anschlüsse gestiegen.
Dennoch verlor das Geschäftsfeld Breitband/Festnetz im Vergleich zum Vorjahreszeitraum im dritten Quartal beim bereinigten EBITDA 14,9 Prozent, lag mit 1,7 Milliarden Euro aber auf dem Niveau der ersten beiden Quartale 2007. Die schlechte Umsatzentwicklung ging vor allem auf rückläufige Verbindungsumsätze und die Verluste von Anschlüssen im Inland zurück. Rund 497.000 Anschlüsse hat die Telekom im dritten Quartal 2007 verloren, immerhin weniger als in den vorangegangenen Quartalen. Damit zählt die Telekom im Inland zum 30. September 2007 noch 31,6 Millionen Anschlüsse.
Der Gesamtumsatz im Bereich Breitband/Festnetz verringerte sich in den ersten drei Quartalen um 7 Prozent auf 17,1 Milliarden Euro. Im Ausland konnte das Geschäftsfeld Breitband/Festnetz den Umsatz im Neunmonatsvergleich jedoch um 2,8 Prozent auf 2,1 Milliarden Euro steigern.
Bei T-Mobile stieg die Zahl der Neukunden im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 39,4 Prozent auf 577.000. Positiv dazu beigetragen habe insbesondere die erfolgreiche Entwicklung des Max-Flatrate-Tarifs, der im dritten Quartal einen Kundenzuwachs um 272.000 im Vergleich zum Vorquartal verzeichnete: Ende September hatten sich insgesamt 811.000 Kunden für diesen Tarif entschieden. Auch die Zahl der T-Mobile@home-Kunden hat sich weiter deutlich erhöht: Die Kundenzahl lag mit Ablauf des dritten Quartals bei über 1,8 Millionen - eine Steigerung von fast 150 Prozent gegenüber dem Vorjahreswert.
Allerdings konnte der Kundenzuwachs aufgrund "des intensiven Preisdrucks auf dem Heimatmarkt" den Rückgang beim Umsatz von T-Mobile Deutschland nicht kompensieren. Mit rund sechs Milliarden Euro lag dieser 2,7 Prozent unter dem Vorjahreszeitraum. So erzielte T-Mobile ein bereinigtes EBITDA von 2,2 Milliarden Euro, ein Minus von 11 Prozent gegenüber dem Vergleichszeitraum.



