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Interview: Keita Takahashi - von Katamari zu Noby Noby Boy

"Fortsetzungen zu machen, ist für einen Designer langweilig"

Auf dem Computerspiel-Festival Gamecity im englischen Nottingham stellte der Katamari-Erfinder Keita Takahashi seinen neuen Coup erstmals der Öffentlichkeit vor: Noby Noby Boy soll das Spiel heißen. Doch streng genommen ist es noch gar kein Spiel.

Gamecity-Besucher auf dem Weg zur Takahashi-Keynote
Gamecity-Besucher auf dem Weg zur Takahashi-Keynote
Bei Noby Noby Boy gibt es weder ein Ziel noch eine Siegbedingung, geschweige denn irgendwelche Regeln. Und dennoch waren die Festivalbesucher begeistert. Insbesondere von der Freiheit und Zugänglichkeit des Gameplays, mit welcher Takahashi - fast beiläufig - etablierte Design-Prinzipien über Bord wirft.

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Anstatt sich an der Realität zu orientieren und den Computer als Simulationsmaschine zu nutzen, begreift Takahashi-san den Computer als Vehikel, um seine Imagination zu verwirklichen. Oder eben schlicht als Computer - denn dessen Digitalität erlaubt es ja gerade, seine eigenen Regeln zu erdenken, anstatt sich der Physik zu verpflichten.

Dementsprechend unkonventionell war auch seine Präsentation als Keynote-Speaker. Keine Folien oder anderes, das man prinzipiell auch ohne Computer präsentieren könnte, sondern Interaktion mit dem Medium. Er zeigte hier und da ein paar verspielte Videos, übermalte sie mit seinem Zeichenboard, verdeutlichte mit Google-Earth die Entfernung von seinem Wohnhaus zum Broadway Mediacenter in Nottingham und ließ Musik im Hintergrund laufen. Alles gleichzeitig und übereinander. Denn wenn Keita Takahashi kreativ sein darf, will er auch etwas Neues hervorbringen - etwas Neues wie Noby Noby Boy.

Die Spielfigur von Noby Noby Boy ist ein kleiner dehnbarer Junge, der irgendwie an einen Dackel, einen Käfer oder ein Seil erinnert, aber gleichzeitig nichts von alldem wirklich ähnlich sieht. Mit dieser Spielfigur springt, tollt und rennt man herum, dehnt und streckt sich - oder liegt einfach nur da, während die in der Welt platzierten Tiere mit einem spielen wollen. Dabei ist es eigentlich kaum vorstellbar, was daran so witzig ist, mit einem undefinierbaren, elastischen Gummiseil mit Gesicht durch eine freie Spielfläche zu hüpfen, Schweinen oder Hunden als Reittier zu dienen und zahlreiche andere niedliche Tiere zu verschlucken und unversehrt wieder auszuspucken. Es ergibt einfach alles keinen Sinn - und doch ist es unheimlich unterhaltsam.

Interview: Keita Takahashi - von Katamari zu Noby Noby Boy 

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Silas 13. Nov 2007

hast du es denn schon mal gesteuert? ô.o

Gargamel 08. Nov 2007

Hehe und das sind die Gamer die früher gern Nintendo gespielt haben und heute auf ihrer...

Gargamel 08. Nov 2007

Klar hab ich das gelesen. Hast du es nur überflogen? "Triviale Informationen sind gut...

qp 07. Nov 2007

Black and White war vom Gameplay einfach was ganz neues und alles andere als langweilig! ;)

jimmy123 07. Nov 2007

Rechenschieber, ick hör dir klappern..



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