Interview: Keita Takahashi - von Katamari zu Noby Noby Boy

Keita Takahashi zeigt Noby Noby Boy
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Golem.de: Was bedeutet Kreativität für Sie?

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Keita Takahashi: Etwas Neues zu schaffen. Das ist auch das Problem mit Fortsetzungen. Genau wie beim Lastwagendesign. Wenn ich eine Fortsetzung mache, bin ich als Designer an den Vorgänger gebunden. Ich kann nichts wirklich Neues schaffen. Die Kreativität beschränkt sich dann auf Details, wie die einzelnen Figuren oder von mir aus die Strecke in einem Autorennspiel. Aber ich kann meine Kreativität nicht im Gameplay entfalten.

Golem.de: Was ist das Neue an Noby Noby Boy?

Keita Takahashi: Das lockere, einfache Gameplay! Das gab es so vorher noch nicht. Es ist eher wie eine Art freies Herumtollen als ein zielorientierter Wettstreit. Und das Witzige ist, dass man eigentlich nicht erklären kann, was denn an dem Spiel so unterhaltsam ist. Das ist wie bei Katamari. Die Leute mochten es einfach. Es hat Spaß gemacht, diesen Ball durch die Gegend zu rollen und Gegenstände damit aufzusammeln. Es macht ja auch ohne Computer Spaß, mit einem Ball zu spielen. Genauso wie es Spaß macht, mit einem Gummiseil zu spielen. Warum das so ist, das weiß ich nicht. Ich konnte es noch nicht einmal meinem Chef erklären... (lacht)

Golem.de: Apropos freies Spielen: Wie steht es denn um Ihr Spielplatzprojekt, das sie auf der GDC 2005 angekündigt haben?

Keita Takahashi: Eigentlich sind es sogar die Leute hier vom Gamecity-Nottingham-Event gewesen, die mich danach gefragt hatten. Das ist in Arbeit und wird eines Tages passieren. Wann und wo steht allerdings noch nicht fest. Aber ich freue mich schon darauf. Vielleicht ziehe ich dafür sogar nach England...

Golem.de: Wo ist dagegen das Besondere an Computerspielen?

Keita Takahashi: Jedes Medium hat seine spezifischen Eigenschaften. Computerspiele sind zunächst durch die Hardware in ihren Möglichkeiten sehr eingeschränkt. Aber gleichzeitig bieten sie eine unglaubliche Ausdrucksfreiheit.

Golem.de: Orientiert sich daran auch Ihr Design-Prinzip?

Keita Takahashi: Ja! Wer mit Computern arbeitet, sollte sie auch als solche nutzen. Das ist wie mit Powerpoint-Folien: Die sind langweilig und bedürfen eigentlich nicht des Computers. Als Designer will ich die Möglichkeiten der Digitalität nutzen. In Computerspielen kann man die Regeln neu erfinden, so gestalten wie man möchte. Das macht Spaß und bringt Abwechslung. Ich frage mich auch immer wieder, warum das so selten passiert. Die meisten versuchen etwas vorher Dagewesenes zu reproduzieren, statt ihre Vorstellungskraft zu nutzen und etwas Neues zu schaffen.

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Silas 13. Nov 2007

hast du es denn schon mal gesteuert? ô.o

Gargamel 08. Nov 2007

Hehe und das sind die Gamer die früher gern Nintendo gespielt haben und heute auf ihrer...

Gargamel 08. Nov 2007

Klar hab ich das gelesen. Hast du es nur überflogen? "Triviale Informationen sind gut...

qp 07. Nov 2007

Black and White war vom Gameplay einfach was ganz neues und alles andere als langweilig! ;)

jimmy123 07. Nov 2007

Rechenschieber, ick hör dir klappern..



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