Amazon S3 kommt nach Europa
Der Dienst kann von Entwicklern genutzt werden, um ihre Applikationen um Webspeicher zu erweitern. Die Daten werden dabei von Amazon redundant in Amazon-Rechenzentren abgelegt und stehen dann über verschiedene Schnittstellen zur Verfügung. So kann S3 einerseits als Speicher für verschlüsselte persönliche Daten dienen und andererseits auch als skalierbare Download-Plattform.
Erst vor wenigen Wochen hat Amazon S3 um ein Service Level Agreement (SLA) ergänzt, das Nutzern erlaubt, Zahlungen zurückzuhalten, sollte die Verfügbarkeit unter 99,5 bzw. 99 Prozent sinken. Ausgelegt ist S3 allerdings für eine hohe Verfügbarkeit von 99,99 Prozent, so Alyssa Henry, General Manager für S3 bei Amazon, gegenüber Golem.de.
"Seit dem US-Start von Amazon S3 haben uns Entwickler in Europa darum gebeten, die Möglichkeit zur Datenspeicherung in Europa hinzuzufügen" , sagte Adam Selipsky, Vizepräsident für Produktmanagement und Entwicklerbeziehungen von Amazon Web Services. Daneben soll S3 künftig weiter lokalisiert werden: "Wir arbeiten aktiv an anderen wichtigen Erfordernissen, wie der Akzeptanz von Zahlungen in Euro und der Bereitstellung von Support in den örtlichen Sprachen, sind aber glücklich, eine Version anbieten zu können, von der wir denken, dass Europäische Unternehmen und Entwickler sie schon jetzt nützlich finden."
Abgerechnet wird dabei nach Nutzung, noch ausschließlich in US-Dollar. Dabei fallen pro gespeichertes GByte und Monat 18 US-Cent an. Hinzu kommt das übertragene Datenvolumen, das bei 10 US-Cent pro GByte für Uploads und bei 13 bis 18 US-Cent für Downloads liegt. Zudem werden 0,12 US-Cent für 1.000 PUT- oder LIST-Abfragen sowie 0,12 US-Cent für 10.000 GET-Abfragen berechnet.