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Kostenlose Telefonminuten für Werbung statt Freizeichen

Guthaben richtet sich nach dem Budget des Werbetreibenden

Jajah will mit einer neuen Werbeform Geld verdienen: Wer einen Anruf tätigt und dabei das Freizeichen mit Werbung belegen lässt, erhält ein Telefonguthaben. Damit sollen sich im Idealfall die Telefonkosten für alle Gespräche über Jajah auf null reduzieren.

Artikel veröffentlicht am , yg

Statt des Freizeichens ertönt eine kurze Werbebotschaft, beispielsweise "Möbel XY wünscht Ihnen ein gutes Gespräch". Jajah betont, dass die Botschaft vor dem eigentlichen Gespräch übermittelt wird und es sich nicht um eine Unterbrecherwerbung handelt. Wird das Telefonat am PC geführt, erscheint ein Banner auf dem Bildschirm. Handy-Nutzer könnten zusätzlich eine Werbe-SMS erhalten.

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Bei Jajah registrierte Kunden können sich für den Werbedienst anmelden, nur registrierte Kunden erhalten die Jingles, die zwischen 10 und 15 Sekunden lang sind. Dafür verspricht Jajah seinen Kunden die Hälfte der Werbeeinnahmen. Die andere Hälfte will sich der Telekommunikationsanbieter mit den Telefongesellschaften teilen, wie Jajah auf Nachfrage von Golem.de erläuterte. Der Kunde kann aber nicht kontrollieren, dass er tatsächlich 50 Prozent der Werbeeinnahmen und nicht weniger erhält. Er muss Jajah hier blind vertrauen.

Denn feste Anzeigenpreise gibt es nicht, die Preise entstehen im Rahmen eines Bieterverfahrens: Jeder Werbetreibende muss sich überlegen, wie viel ihm das Erreichen seiner Zielgruppe wert ist. Dazu legt er Kriterien fest wie beispielsweise "Kunden im Raum München" oder "Zielgruppe zwischen 30 und 45 Jahre". Je mehr ihm die Zielgruppe wert ist, desto mehr wird er für die Werbung bezahlen, glaubt Jajah. Der Anbieter rechnet mit ähnlichen Summen, wie sie bei Googles Bietermechanismus erzielt werden. Wie hoch die Einnahmen im Schnitt für Jajah und die Kunden sein werden, wollte der Anbieter nicht verraten. Derzeit lägen noch keine Richtwerte vor, wie teuer sich diese Werbeform verkaufen lässt. Daher ist auch noch vollkommen unklar, wie viele Telefonminuten ein Nutzer gutgeschrieben bekommt.

Bei der Anmeldung muss der Jajah-Nutzer fünf Fragen beantworten. Er muss Angaben zum Geschlecht, Alter und Einkommen sowie Hobbys machen. Weitere vertrauliche Daten wie Religionszugehörigkeit oder Muttersprache kann der Nutzer freiwillig angeben. Zusätzlich analysiert Jajah das bisherige Anrufverhalten. Telefoniert ein Nutzer beispielsweise häufig von Berlin nach London, so könnte Jajah verschiedenen Fluggesellschaften anbieten, bei dieser Zielgruppe passende Werbung zu schalten.

Bislang will Jajah nach eigenen Angaben bereits einige multinationale Konzerne für die neue Werbeform gewonnen haben. Namen wollte das Unternehmen jedoch nicht verraten. Zur Vermarktung der neuen Plattform arbeitet Jajah mit dem Werbevermarkter Oridian zusammen.

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quarks 06. Nov 2007

In Futurama ist es Möglich Werbung in Träume einzubauen. :-) (A Fishfull of dollars)

Painy187 06. Nov 2007

Meine Festnetzrechnung ist jeden Monat 35 Euro hoch inkl. DSL-Flat und Telefon-Flat...

Sir Hood 06. Nov 2007

Naja, so einfach wirds net sein. Die werden schon das Telefonverhalten eines Nutzers...

ollik 06. Nov 2007

Solche Leute wirst Du - aus gutem Grund - nie als Unternehmer vorfinden. Schade...

marc2 06. Nov 2007

Alles, was neu ist, ist scheisse. Oder: Paranoia rulez!


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