Lindy sendet Komponenten-Video und SPDIF über Netzwerkkabel
Ohne Bildstörungen soll die Übertragung über Ethernet-Kabel bei hochauflösenden Videosignalen (720p/1080i) über eine Kabelstrecke von bis zu 200 Metern funktionieren. "Bei geringeren Videoauflösungen kann die Reichweite in vielen Fällen noch bis auf 300 Meter gesteigert werden", verspricht der Anbieter.
Lindy bietet den AV-Extender als Paket aus Transmitter und Receiver an, die beide 82 x 67 x 25 mm groß sind und keine Stromversorgung benötigen. Die Geräte arbeiten ohne elektronische Verstärkung mit Impedanz-angepassten Übertragern. Sie verarbeiten eine Videobandbreite bis 8 MHz und übertragen Audio-Signale von 20 Hz bis 20 kHz. Im Frequenzbereich bis 8 MHz liegt die Einfügungsdämpfung laut Lindy bei unter 2 dB und die Rückflussdämpfung über 15 dB. Die Gleichtaktunterdrückung im selben Frequenzbereich liege über 40 Dezibel.
Die RGB/SPDIF-Variante des AV-Extenders kostet 89,90 Euro, die S-Video/Stereo-Audio-Version ist für 74,95 Euro erhältlich. Beide sollen ab sofort ausgeliefert werden.
Einsatzgebiete sieht Lindy vor allem in Bildungseinrichtungen, bei der Videoüberwachung in Unternehmen, bei TV-Präsentationen in Einkaufszentren und auch im Heimkino-Bereich. Lindy ist beileibe nicht der einzige Anbieter derartiger netzwerkkabelbasierter AV-Extender – es gibt sie längst für verschiedene analoge und digitale Audio- und Video-Kabelverbindungen. Manche Produkte nutzen dabei auch zwei Ethernetkabel für die Übertragung. Die Preise reichen von unter 100,- Euro bis hin zu mehreren 100 Euro. Wer gerne bastelt, findet auch Anleitungen für den Selbstbau, etwa im AVSForum(öffnet im neuen Fenster).



