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Spieletest: My Sims - Bauklötze im Dorf

Neuer Sims-Ableger für Einsteiger. Die Sims und kein Ende: Mit immer neuen Add-Ons und Konsolenablegern baut Electronic Arts die populäre Sims-Reihe beständig weiter aus – leider nicht immer zugunsten des Spielspaßes. Jüngstes Beispiel: die unkomplizierte, aber auf Dauer doch recht eintönige Bauklotz-Stapelei "My Sims".
/ Thorsten Wiesner
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"My Sims" gibt sich von Beginn an deutlich einsteigerfreundlicher als bisherige Sims-Titel; wer sich schon immer an den zahlreichen zu bewältigenden Aufgaben gestört hat, darf hier jedenfalls ganz in Ruhe vorgehen. Zunächst wird ein kleiner Sim im Anime-Stil entworfen, danach gilt es, in einem recht verlassenen Fantasy-Dorf für blühende Landschaften zu sorgen – Harvest Moon lässt grüßen.

Die erste Aufgabe besteht darin, sich selbst eine ansehnliche Behausung zu schaffen, danach geht es aber mit dem beständigen Gebäude-Bau weiter – schließlich soll das eigene Dorf den vorbeikommenden Hotelgästen so gut gefallen, dass sie sich gleich entscheiden, sich dort niederzulassen. So werden nach und nach eine Werkstatt, ein Blumenladen oder auch eine Pizza-Bäckerei errichtet, wobei das Aufbauen der diversen Gebäude zunächst wirklich Spaß macht. Anstelle fertiger Häuser werden hier nämlich diverse Bauklötze genutzt, mit denen sich dann diverse unterschiedliche Bauten hochziehen lassen. Die dürfen dann mit zahlreichen Möbeln gefüllt werden – auch hier herrscht prinzipiell viel gestalterische Freiheit.

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Nach und nach werden immer neue Anfragen an den Spieler herangetragen, wobei man übrigens nicht nur den richtigen Gebäudetyp erschaffen muss, sondern dem dann auch noch einen passenden Anstrich verpassen soll. Letzteres erfolgt über Essenzen, die es in unterschiedlichen thematischen Ausführungen gibt – von bunt-glücklich bis unheimlich düster. Dafür werden Obstbäume geschüttelt, mit Metalldetektoren der Boden abgesucht oder im Teich gefischt – anfangs noch recht witzig, mit der Zeit aber eher öde.

Überhaupt krankt My Sims stark an den wenig abwechslungsreichen Aufgaben: Immer neue Hauswünsche erfüllen, Möbel gestalten und Essenzen sammeln – mehr ist im Grunde nicht zu tun. Einen Online-Modus vermisst man schmerzlich, und auch technisch ist der Titel alles andere als perfekt: Gelegentliche Ruckler und eine recht detailarme Grafik trüben die im Grunde ansonsten recht ansehnliche Knuddel-Grafik.

My Sims ist neben der hier getesteten Wii-Version auch für das Nintendo DS verfügbar.

Fazit:
Die Grundidee von My Sims ist prinzipiell nicht schlecht – gerade in der Anfangszeit macht es durchaus Spaß, aus Klötzchen Gebäude zu errichten oder beim Gestalten von Möbeln der eigenen Kreativität freien Lauf zu lassen. Schnell aber drücken mangelnde spielerische Abwechslung und die stark eingeschränkten Möglichkeiten auf die Motivation: Animal Crossing etwa hat da deutlich besser vorgemacht, wie sich Leben in einem Fantasy-Dorf auch nach Wochen noch unterhaltsam gestalten lässt.


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