Microsoft bestreitet Mandrivas Vorwürfe
Nigeria will zwar wie vertraglich vereinbart für die Bildungs-Notebooks mit dem angepassten Mandriva Linux bezahlen, anschließend aber Windows auf den Intel-Geräten installieren. Mandriva-Chef Francois Bancilhon reagierte darauf mit einem offenen Brief an Microsofts Geschäftsführer Steve Ballmer und warf diesem Bestechung vor.
In einer Stellungnahme gegenüber Internetnews.com(öffnet im neuen Fenster) widersprach ein Microsoft-Sprecher nun diesen Vorwürfen. Microsoft habe eine enge Partnerschaft mit der Regierung in Nigera und wolle die Zusammenarbeit fortsetzen. Man halte sich bei seinen Geschäften an regionale und internationale Gesetze, so der Kommentar von Microsoft. Zudem solle jeder selbst entscheiden können, welche Software er verwenden wolle - gerade bei günstigen Computern sehe man derzeit eine große Nachfrage für Windows.
Dieselbe Stellungnahme ging offensichtlich auch an andere Magazine. Das Business-Blatt Portfolio veröffentlichte den Text in seinem Blog(öffnet im neuen Fenster) . Microsoft geht darin zwar kurz auf Nigeria ein, Mandriva und Francois Bancilhon werden jedoch nicht namentlich erwähnt.
Die Idee, günstige Notebooks für Bildungszwecke an Kinder in Entwicklungs- und Schwellenländern zu verteilen, entstammt dem "One Laptop Per Child"-Projekt. Dieses setzt bisher ausschließlich auf Linux, der von Intel entwickelte Classmate PC hingegen unterstützt neben Linux auch Windows XP.