Bericht: AMDs Phenom erlaubt Übertaktung einzelner Kerne
Ein Screenshot des Programms ist bereits bei Expreview(öffnet im neuen Fenster) aufgetaucht. Das Tool nennt sich "AMD Overdrive" und erinnert damit an die Funktion "ATI Overdrive", wie sie die Grafikkarten des von AMD übernommenen Herstellers schon seit Jahren bieten. Der Abbildung zufolge lässt sich die Taktfrequenz jedes Kerns einzeln einstellen, was auch für den Takt der HyperTransport-Links, die Northbridge, den Hauptspeicher und den PCI-Express-Bus gilt.
So das Programm wirklich in dieser Form erscheint, könnte man damit gezielt mehr Leistung aus einem Phenom-System kitzeln: Nutzt eine Anwendung beispielsweise nicht alle vier Kerne des Phenom voll aus, könnte man die Kerne 1 und 2 übertakten sowie 3 und 4 mit weniger Frequenz betreiben. Will man einen recht stromsparenden Media-Center-PC bauen, wäre eine Absenkung der Takte für PCIe und HyperTransport eine Möglichkeit, während man den Cores selbst das Stromsparen überlässt, damit sie sich bei Belastung wieder selbst hochtakten können.
Noch ist nicht bekannt, mit welchen Chipsätzen AMD Overdrive funktionieren wird. Vermutlich läuft das Tool zunächst nur mit dem 790FX, der zusammen mit den Phenom-Prozessoren und den für Vierfach-CrossFire (CrossFire X) vorbereiteten RV670-Grafikkarten (Radeon HD 3800) die "Spider" getaufte Plattform bilden soll. Voraussetzung dürfte die getrennte Stromversorgung ("split power planes") von 790FX-Mainboard sein. Offenbar hat AMD das Einzel-Übertakten der Phenom-Kerne von der Funktion CoolCore der Barcelona-Kerne in den neuen Quad-Core-Opterons abgeleitet.
Wann Phenom, 790FX und RV670 auf den Markt kommen, hat AMD noch nicht angekündigt. Die offizielle Vorstellung ist jedoch für Mitte November 2007 geplant.
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