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OpenSocial - Google paktiert mit MySpace und Xing (Update)

Offene APIs für Social-Network-Plattformen. Wie bereits zuvor bekannt wurde, hat Google zusammen mit einigen Partnern heute das Projekt "OpenSocial" vorgestellt - offene Schnittstellen für Social-Networks. Zu den Partnern zählen dabei auch MySpace, mit 150 Millionen Nutzern derzeit nach eigenen Angaben das größte Social Network, sowie der deutsche Marktführer im Business-Bereich Xing. Wie bei Facebook sollen sich mit den OpenSocial-APIs Applikationen in Social Networks integrieren lassen, allerdings sucht Google hierbei den Schulterschluss mit anderen Plattformen, um einen plattformübergreifenden Standard zu schaffen.
/ Jens Ihlenfeld
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Mit OpenSocial soll ein Standard geschaffen werden, der dafür sorgt, dass für OpenSocial entwickelte Applikationen auf allen Websites laufen, die die Schnittstelle unterstützen. Vorreiter Facebook setzt auf eine proprietäre Schnittstelle. So können Informationen aus verschiedenen Social Networks zusammengeführt werden, z.B. um die eigene Profilseite auf einer Plattform um Fotos zu ergänzen, die auf einer anderen Plattform abgelegt wurden.

Einige erste, noch wenig integrierte Beispiele zeigt der einstige Netscape-Gründer Marc Andreessen in seinem Blog auf Basis von Ning, woran er beteiligt ist. Neben Ning sind zum Start auch die Social-Network-Plattformen Orkut(öffnet im neuen Fenster) (Google), Bebo(öffnet im neuen Fenster) , LinkedIn(öffnet im neuen Fenster) , Hi5(öffnet im neuen Fenster) , Plaxo(öffnet im neuen Fenster) , Friendster(öffnet im neuen Fenster) , MySpace(öffnet im neuen Fenster) , Six Apart(öffnet im neuen Fenster) , Viadeo(öffnet im neuen Fenster) sowie Salesforce(öffnet im neuen Fenster) und Oracle(öffnet im neuen Fenster) dabei. Auch das deutsche Xing(öffnet im neuen Fenster) verkündete(öffnet im neuen Fenster) , OpenSocial zu unterstützen. Auf Seiten der Applikationsentwickler finden sich unter anderem Flixster(öffnet im neuen Fenster) , iLike(öffnet im neuen Fenster) , RockYou(öffnet im neuen Fenster) und Slide.

OpenSocial setzt auf bestehende Standards und nutzt HTML sowie JavaScript, statt eine eigene Markup-Sprache einzuführen. Mehr Details sind bislang leider nicht bekannt, denn die entsprechenden Spezifikationen sollen sich eigentlich unter code.google.com/apis/opensocial(öffnet im neuen Fenster) finden, doch die Seite zeigt nach wie vor nur eine Fehlermeldung. Spannend ist vor allem die Frage, ob neben der Integration von Applikationen auch APIs zur Verfügung stehen, um Profildaten in Applikationen zu nutzen oder diese gezielt an andere Plattformen zu übertragen und wie dabei mit Kontakten umgegangen wird.

Vor allem kleinere Plattformen dürften von Googles Ansatz profitieren, denn die wenigsten Entwickler sind bereit, eine Vielzahl an unterschiedlichen APIs zu unterstützen. Mit jedem neuen API steigt der Aufwand bei der Weiterentwicklung der eigenen Plattform. Durch einen übergreifenden Standard sollten daher mehr Applikationen für jede einzelne Plattform zur Verfügung stehen, wenn auch beschränkt auf die wesentlichen Funktionen. Plattformspezifische Funktionen müssen über die jeweiligen APIs der einzelnen Plattformen abgewickelt werden.

Nachtrag vom 2. November 2007, 9:35 Uhr:
Eine erste Implementierung von OpenSocial hat Plaxo veröffentlicht. Demnach(öffnet im neuen Fenster) sind die OpenSocial-APIs noch nicht stabil, sondern liegen derzeit in der Version 0.5 vor.

Nachtrag vom 2. November 2007, 9:55 Uhr:
Mittlerweile hat Google auch Informationen zu den OpenSocial-APIs veröffentlicht. Konkret stehen drei APIs zur Verfügung: Das People and Friends data API(öffnet im neuen Fenster) erlaubt es Client-Applikationen, auf Profildaten zuzugreifen und diese zu verändern, einschließlich der Beziehungen zu anderen Personen. Beispielsweise kann eine Client-Applikation eine Liste von Freunden oder eine strukturierte Form eines Profils abfragen.

Über das Activities data API(öffnet im neuen Fenster) können Aktionen von Nutzern abgefragt oder erzeugt werden. Wenn ein Nutzer ein Video auf einer Plattform hochlädt, kann dies so an andere übermittelt werden. Zudem lassen sich so Desktop-Applikationen oder Plug-Ins umsetzen, die in Echtzeit zeigen, was die eigenen Freunde tun.

Mit dem können Client-Applikationen Inhalte von Applikationen anzeigen und manipulieren. So können Daten allen Applikationen zur Verfügung gestellt werden, ausgeliefert über Google oder von dem eigenen Server.

Google stellt auch Beispiel-Code für die OpenSocial-APIs zur Verfügung. Die Quelltexte sind dabei unter der Apache-2.0-Lizenz verfügbar. Künftig will Google alle Komponenten, die notwendig sind, um OpenSocial in die eigene Website zu integrieren, als Open Source zur Verfügung stellen.


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