OpenDocument Foundation weicht von OpenDocument Format ab

Organisation will sich auf anderes Dokumentenformat konzentrieren

Die OpenDocument Foundation ist offensichtlich unzufrieden mit dem durch sie unterstützten Dokumentenformat ODF. Infolgedessen wird sich die Organisation nun einem anderen Dateiformat widmen und in diesem Zuge auch ihren Namen ändern. Das OpenDocument Format ist der Stiftung nicht offen genug.

Artikel veröffentlicht am , Julius Stiebert

Die OpenDocument Foundation wurde gegründet, um das von der ISO standardisierte offene Dokumentenformat ODF zu unterstützen und zu verbreiten. Ähnlich wie die OpenDocument Format Alliance beschränkt sie sich auf Unterstützung und ist nicht selbst an der Entwicklung beteiligt. Allerdings zeigt sich nun, dass die Foundation mit der in der ODF-Entwicklung eingeschlagenen Richtung nicht zufrieden ist. Der Vizepräsident der Stiftung, Sam Hiser, schrieb bereits vor zwei Wochen in seinem Blog, dass ODF nicht das offene Format mit dem offenen Prozess sei, für das es die Stiftung gehalten habe.

Nach Hisers Ansicht wäre eine Anforderung an ein universell verwendbares Dateiformat auch die volle Kompatibilität zu Microsofts Office-Open-XML-Format. Statt ODF will die Foundation nun das Compound Document Format (CDF) unterstützen, das vom Standardisierungsgremium W3C ursprünglich als Dokumentenformat für mobile Geräte gedacht war.

CDF habe bessere Eigenschaften, um auf mehrere Plattformen portiert zu werden und sei herstellerunabhängig, so Hiser. Wie Hiser gegenüber Computerworld.com sagte, will sich die OpenDocument Foundation nun umbenennen und in eine andere Organisation oder Firma wandeln - konkrete Pläne aber verriet er nicht. Laut Hiser sei ein Grund für die Entscheidung gegen ODF gewesen, dass Sun die Kompatibilität zu Microsofts Format nur für das kommerzielle StarOffice anstrebe, anstatt diese Funktionen generell für ODF umzusetzen. Sun bestreitet diesen Vorwurf.

Laut Hiser seien ODF-Unterstützer nun sauer auf seine Organisation. Dies bestätigte der Anwalt Andrew Updegrove, der als Experte für offene Standards gilt, in einer E-Mail gegenüber Computerworld. Er bezeichnete den Schritt der OpenDocument Foundation als "Schande".

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Michael - alt 01. Nov 2007

Es sind in der Regel nicht normale Entwickler, die sich mit Standardisierungsfragen...

chris109 01. Nov 2007

Erfolgreiche OpenSource Projekte leben genauso weiter. Nichts was von einer breiten Masse...

chris109 01. Nov 2007

Da gibt es also einen kleinen Verein, der auch das OpenDocument-Format unterstützt hat...

Michael - alt 01. Nov 2007

Naja, die Medien. Aber ich glaube nicht, daß die Überlegung stimmt. Begründung: Heise...



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