Vint Cerf warnt vor drohender IP-Adressknappheit
Sollte der Wechsel auf IPv6 nicht in den nächsten Jahren deutlich vorankommen, könnte eine Situation eintreten, in der manche Geräte nicht mit dem Internet verbunden werden können, da für sie keine IPv4-Adresse zur Verfügung steht, warnt Vint Cerf im Interview mit der BBC(öffnet im neuen Fenster) . Halte der aktuelle Verbrauch verbleibender IPv4-Adressen an, gehen diese voraussichtlich 2010 oder 2011 aus, so Cerf, der gerade seinen Rückzug als Chairman der ICANN angekündigt hat.
Daher mahnt Cerf zum Umstieg auf IPv6, das bereits vor rund zehn Jahren standardisiert wurde, sich aber nur langsam durchsetzt. Es sind vor allem die Provider, die mangels Nachfrage der Kunden bislang kaum IPv6-Anbindungen anbieten. Die meisten Endgeräte seien mittlerweile für IPv6 gerüstet.
Sollten die IPv4-Adressen wirklich aufgebraucht werden, so hat dies zwar keine unmittelbaren Folgen für die Funktion des Internets. Doch wer online gehen oder einen neuen Server anschließen möchte, muss dann wohl länger auf die Zuteilung einer IP-Adresse warten, und ohne IP-Adresse gibt es keinen Zugang zum Internet.
Vint Cerf erwartet für 2008 eine substanzielle Zunahme der Nutzung von IPv6, das parallel zu IPv4 genutzt werden kann.