Abo
  • IT-Karriere:

MoobiCent: Verwirrung um HSDPA-Flatrate

Nutzer klagen über geringe Datenraten

Im April 2007 startete der Dienst MoobiCent mit einer HSDPA-Flatrate für Mobiltelefone. Seit einigen Monaten beschweren sich Nutzer des Dienstes in Internetforen über geringe Datenraten. Die Verantwortlichen von MoobiCent machen dafür technische Probleme verantwortlich, die sie aber nicht näher benennen können.

Artikel veröffentlicht am ,

Im Gespräch mit Golem.de widersprach Hans-Peter Eitel, Geschäftsführer von MoobiCent, vehement der in Internetforen geäußerten Vermutung, dass die Bandbreite für Vielnutzer gezielt gedrosselt werde. Eitel räumte aber ein, dass es in einzelnen Fällen zu technischen Einschränkungen kommen könne. Warum es zu diesen Einschränkungen kommt, konnte der MoobiCent-Chef auch auf Nachfrage nicht erklären. Laut Firmenaussage arbeite man daran, eine Lösung für das Problem zu finden, das nunmehr seit einigen Monaten besteht.

Stellenmarkt
  1. Jobware GmbH, Paderborn
  2. Dataport, Bremen, Berlin, Magdeburg, Hamburg, Rostock, Altenholz bei Kiel, Halle (Saale)

Offenbar hat die HSDPA-Flatrate von MoobiCent in den vergangenen Wochen viele Intensivnutzer angelockt, denn MoobiCent spricht davon, dass das Unternehmen mit einem so guten Zuspruch nicht gerechnet habe. Genaue Nutzerzahlen wollte die Firma indes nicht verraten. Im Gespräch sahen die MoobiCent-Verantwortlichen vor allem Vielnutzer durchaus als Problem. Sie beklagten sich, dass manche Nutzer monatlich weit über 100 GByte an Datenverkehr erzeugen würden. In einem Fall soll ein Datenvolumen von 270 GByte im Monat angefallen sein.

Allerdings wird die MoobiCent-Flatrate unter anderem als Ersatz für eine herkömmliche DSL-Leitung beworben. So erscheint es aus Kundensicht seltsam, dass das Unternehmen überrascht tut, wenn der Dienst auch entsprechend eingesetzt wird.

MoobiCent nutzt für seine Dienste das Vodafone-Netz und gab gegenüber Golem.de an, entsprechende Probleme an Vodafone gemeldet zu haben. Als Golem.de sich bei Vodafone nach möglichen Kapazitätsengpässen erkundigte, reagierte der Konzern überrascht. Von größeren Reklamationen wisse der Netzbetreiber nichts. Ein Vodafone-Sprecher versicherte, dass das Unternehmen das Netzverhalten kontinuierlich überwache, um bei wiederholt vorkommenden Netzspitzen mit einem Ausbau der entsprechenden Kapazitäten reagieren zu können.

Damit bleibt die Frage unbeantwortet, welche technischen Schwierigkeiten dafür verantwortlich sein sollen, dass wohl einige MoobiCent-Nutzer nur eine geringe Bandbreite erhalten. Falls es eine punktuelle Überlastung einer Mobilfunkstation gebe, müssten davon dann auch Vodafone-Kunden betroffen sein, wovon nach Informationen von Golem.de nichts bekannt ist. Laut MoobiCent-Angaben gebe es diese Bandbreitenprobleme lediglich bei 1 Prozent der Nutzer.

Wer mit den Diensten von MoobiCent dauerhaft unzufrieden ist, dem soll nach MoobiCent-Aussage ein Sonderkündigungsrecht eingeräumt werden, was vielen Kunden mangels Alternative nicht helfen dürfte.



Anzeige
Hardware-Angebote
  1. täglich neue Deals bei Alternate.de
  2. (reduzierte Überstände, Restposten & Co.)

SeppMaier2009 13. Feb 2009

Mir geht es genauso und ich habe eine extreme Wut. Was kann man tun... außer Bombe?

Uwe2009 13. Feb 2009

Mir gehts genauso. Ich habe so die Schnauze voll, am liebsten würde ich eine Bombe...

Codi 11. Dez 2008

Tja vor ca 3 wochen ereilte mich wohl das gleich schicksal. Nur mit einem Jahr versatz...

endverbraucher... 16. Nov 2008

ich gebe dir recht! es lohnt nicht, wir haben noch einen alten vertrag, zahlen auch den...

MaikL 26. Sep 2008

Mittlerweile sind se da auf 5 GB runtergegangen.....


Folgen Sie uns
       


Backup per Band angesehen

Das Rattern des Roboterarms und Rauschen der Klimaanlage: Golem.de hat sich Bandlaufwerke in Aktion beim Geoforschungszentrum Potsdam angeschaut. Das Ziel: zu erfahren, was die 60 Jahre alte Technik noch immer sinnvoll macht.

Backup per Band angesehen Video aufrufen
Bandlaufwerke als Backupmedium: Wie ein bisschen Tetris spielen
Bandlaufwerke als Backupmedium
"Wie ein bisschen Tetris spielen"

Hinter all den modernen Computern rasseln im Keller heutzutage noch immer Bandlaufwerke vor sich hin - eine der ältesten digitalen Speichertechniken. Golem.de wollte wissen, wie das im modernen Rechenzentrum aussieht und hat das GFZ Potsdam besucht, das Tape für Backups nutzt.
Von Oliver Nickel


    Elektromobilität: Wohin mit den vielen Akkus?
    Elektromobilität
    Wohin mit den vielen Akkus?

    Akkus sind die wichtigste Komponente von Elektroautos. Doch auch, wenn sie für die Autos nicht mehr geeignet sind, sind sie kein Fall für den Schredder. Hersteller wie Audi testen Möglichkeiten, sie weiterzuverwenden.
    Ein Bericht von Dirk Kunde

    1. Proterra Elektrobushersteller vermietet Akkus zur Absatzförderung
    2. Batterieherstellung Kampf um die Zelle
    3. US CPSC HP muss in den USA nochmals fast 80.000 Akkus zurückrufen

    Webbrowser: Das Tracking ist tot, es lebe das Tracking
    Webbrowser
    Das Tracking ist tot, es lebe das Tracking

    Die großen Browserhersteller Apple, Google und Mozilla versprechen ihren Nutzern Techniken, die das Tracking im Netz erschweren sollen. Doch das stärkt Werbemonopole im Netz und die Methoden verhindern das Tracking nicht.
    Eine Analyse von Sebastian Grüner

    1. Europawahlen Bundeszentrale will Wahl-O-Mat nachbessern
    2. Werbenetzwerke Weitere DSGVO-Untersuchung gegen Google gestartet
    3. WLAN-Tracking Ab Juli 2019 will Londons U-Bahn Smartphones verfolgen

      •  /