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Roadmap: Intels Nehalem kommt Ende 2008 zuerst für Spieler

Neue CPUs "Gainestown" und "Bloomfield" im vierten Quartal 2008. Aus einer inoffiziellen Intel-Roadmap geht hervor, dass die nächste neue Intel-Architektur "Nehalem" zuerst in einem Spiele-Prozessor verkauft werden soll. Demnach erscheinen die Quad-Core-Prozessoren samt völlig neuer Infrastruktur im vierten Quartal 2008, also genau ein Jahr nach den demnächst fälligen Penryn-Prozessoren.
/ Nico Ernst
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Neben den technischen Neuerungen stellt die auf der japanischen Webseite PC Watch veröffentlichte Roadmap(öffnet im neuen Fenster) auch eine Änderung der Produktpolitik dar: In den letzten Jahren erschienen neue Intel-Designs immer zuerst für den professionellen Einsatz, nun will sich der Chiphersteller offenbar sogar mit einer komplett neuen Architektur zuerst an Spieler und Technik-Fans wenden.

Laut PC Watch sollen die ersten Prozessoren mit Nehalem-Architektur Ende 2008 als "Bloomfield" (ein Sockel) und "Gainestown" (zwei Sockel) im Rahmen der "Extreme"-Serie erscheinen. Dass gleich ein Doppel-Prozessor-System geplant ist, lässt darauf schließen, dass Intels kommende Plattform Skull Trail mit zwei Penryn-CPUs keine Eintagsfliege bleibt. Während Intel dort aber noch auf einen halben Chipsatz von Nvidia zurückgreifen muss, soll mit "Tylersburg" für die Nehalems ein eigener 2-Sockel-Chipsatz entwickelt werden. Dieser verfügt dann, ebenso wie die Prozessoren, schon über die Direktverbindung der Bausteine via Quickpath , früher als "CSI" bekannt. Und noch eine neue Abkürzung gilt es sich zu merken: Die Quickpath-Verbindungen, "QuickPath Interconnect", heißen nun "QPI".

In den Gainestown-CPUs soll der erstmals bei Intel integrierte Speichercontroller gleich drei Kanäle für DDR3 mit bis zu effektiv 1.333 MHz besitzen, der Chipsatz aus zwei Tylersburg-Bausteinen bietet Unterstützung für vier Grafikkarten, wobei jede die vollen x16-Lanes nutzen kann.

Weniger weiß die japanische Webseite über die Plattform für den Single-Socket-Prozessor Bloomfield zu berichten – da auch er aber zur Nehalem-Familie gehört, dürfte er über die gleiche Ausstattung verfügen, also unter anderem auch mit 8 MByte L2-Cache statt den 6 MByte bei Penryn bestückt sein. Wie Intel bereits bestätigte , sollen die Extrem-Penryns als erste Vertreter ihrer Architektur am 12. November 2007 vorgestellt werden – und ein Jahr danach plant Intel offenbar, diese Spiele-Plattform zu ersetzen.


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