IBM mit 16fach-Chipsatz für Xeons und TPC-Rekord

Flash-Modul für Hypervisor
Flash-Modul für Hypervisor
Durch die Skalierfähigkeit mit bis zu vier X4-Servern als ein System will IBM vor allem den boomenden Markt der Virtualisierung von Servern ansprechen. Dafür gibt es bei den neuen Geräten ein eingebautes Hypervisor-Betriebssystem auf einem Flash-Modul von 4 GByte Größe. IBM hat sich hier für den ESX 3i von VMware entschieden. Der Hypervisor soll so vorkonfiguriert werden, dass Kunden ihre virtualisierten Betriebssysteme direkt nach Start des Servers installieren können.

Als ersten Rechner mit der X4-Architektur will IBM das System x3850 im Dezember 2007 ausliefern. Dieser Server verfügt jedoch noch nicht über die Aufrüstfähigkeit auf vier Geräte. Das bietet erst der x3950 M2, der im ersten Quartal 2008 folgen soll. Dann sollen aber auch die "ScaleXpander" erscheinen. Über diese Module für den x3850 lässt sich der Server zum x3950 M2 umbauen, kann dann also auch mit drei seiner Kollegen sprechen.

Mit einem Prototypen-System aus zwei x3950 M2, also acht Xeon X7350 mit je 2,93 GHz, legte IBM bereits einen neuen Weltrekord für x86-Systeme im TPC-C-Benchmark vor. Die beiden Server erreichten 841.809 tpmC-Punkte, der bisherige Spitzenreiter UniSys ES700 kam nur auf 520.467 Punkte. Dabei ist jedoch zu beachten, dass die UniSys-Maschine noch mit Dual-Core-Xeons samt Netburst-Architektur (Xeon 7140, 3,4 GHz) bestückt war, zudem traten somit 16 gegen 32 Kerne an. Auch der UniSys-Benchmark ist mit Gültigkeitsdatum vom 1. Mai 2007 in der TPC-Welt aber noch aktuell.

Testsystem für TPC-C
Testsystem für TPC-C
Für den Rekord trieb IBM aber neben den Servern auch bei Storage einen eher akademischen Aufwand: Den beiden x3950 M2 standen acht komplette Racks mit insgesamt 1.344 Fibre-Channel-Festplatten mit 15.000 U/Min zur Seite. Als Software kamen die 64-Bit-Versionen von Windows Server 2003 und Microsofts SQL Server 2005 zum Einsatz. Das gesamte Test-Setup kommt so auf einen Preis von knapp 3 Millionen US-Dollar, wie dem vollständigen TPC-Report (PDF) zu entnehmen ist. Die europäischen Preise der einzelnen x3850- und x3950-M2-Server hat IBM jedoch noch nicht bekannt gegeben.

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