Giftiges iPhone: Chemische Industrie verteidigt Apple
Von Greenpeace wurde das iPhone auf Umweltverträglichkeit hin überprüft und die Forschungsabteilung der Umweltschutzorganisation habe unter anderem giftige Bromverbindungen(öffnet im neuen Fenster) im Apple-Handy gefunden. In einer Stellungnahme erwiderte Apple, dass es noch bis Ende 2008 dauern werde, bis Apple in seinen Produkten komplett auf den Einsatz giftiger Substanzen verzichten könne. Zu den konkreten Vorwürfen äußerte sich das US-Unternehmen hingegen nicht.
Kritik an dem Vorgehen von Greenpeace kommt vom BSEF(öffnet im neuen Fenster), das bemängelt, dass Greenpeace das iPhone nicht gründlich genug untersucht habe. So enthülle der Greenpeace-Bericht nicht, welche Bromverbindungen im Detail gefunden wurden. Als Grund dafür wird gesehen, dass Greenpeace die dafür notwendigen Testverfahren nicht verwendet hätte.
Die Industrievertretung sprach sich für den Einsatz von Bromverbindungen aus, um das versehentliche Entzünden elektronischer Komponenten zu verhindern. Diese würden sehr effektiv arbeiten und seien im Unterschied zu anderen Lösungen lange Zeit geprüft und hätten sich bewährt. Zudem kritisiert der Chemieverband, dass Greenpeace keine konstruktiven Vorschläge gemacht habe, welches andere Material verwendet werden solle, um den Einsatz der Bromverbindungen zu umgehen.
Greenpeace reagierte auf die Vorwürfe(öffnet im neuen Fenster) und versichert, dass eine genauere Analyse der Bromverbindungen im iPhone nur mit hohem Kostenaufwand möglich sei, die aber keine neuen Erkenntnisse liefern würde. Hier stehe der Hersteller in der Pflicht, der nennen müsse, welche Chemikalien im Detail verwendet werden. In 9 von 18 Stoffen seien entsprechende Bromverbindungen nachgewiesen worden. Damit sei bewiesen, dass die verwendeten Materialien gesundheitsgefährdend sind und Menschen sowohl bei der Fertigung als auch der Entsorgung des iPhones Schaden nehmen können. Greenpeace verweist abermals darauf, dass andere Mobiltelefonhersteller bereits auf den Einsatz solcher Bromverbindungen verzichten und sieht dies als Beleg, dass es Alternativen dazu gibt.
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