Zum Hauptinhalt Zur Navigation

Freie Bildbearbeitung Gimp 2.4 ist fertig

Neue Werkzeuge und Funktionen. Die Bildbearbeitungssoftware Gimp wurde in der Version 2.4 freigegeben, die unter anderem das lang erwartete neue Farbverwaltungssystem enthält. Weiterhin gibt es neue Auswahlwerkzeuge und neue Symbole im Programm.
/ Julius Stiebert
159 Kommentare News folgen (öffnet im neuen Fenster)

Häufig wurde das Farbverwaltungssystem in Gimp bemängelt, doch die neue Version 2.4 enthält nun eine neue Farbverwaltung(öffnet im neuen Fenster) , die Farbprofile korrekt nutzen kann. Beim Öffnen von Bildern mit eingebetteten Farbprofilen bietet Gimp dem Anwender an, das Farbverwaltungssystem zu verwenden. Die Software bietet dazu passend auch eine Druckvorschau, die zeigen soll, wie das Ergebnis auf Papier aussieht.

Hinzu kommt ein neues Werkzeug, um im Vordergrund stehende Objekte halbautomatisch auswählen zu lassen. Eine ungefähre Freihandmarkierung reicht dabei aus, damit Gimp das Objekt auswählen kann.

Das bekannte Auswahlwerkzeug haben die Entwickler komplett neu geschrieben, so dass sich ausgewählte Bereiche nun in der Größe ändern und abgerundete Ecken erstellen lassen. Zudem soll sich der Umgang mit dem Werkzeug einfacher erlernen lassen. Die Größeneinstellung für Pinsel hat in der neuen Version zudem Auswirkung auf alle Pinselarten.

Die Anordnung von Objekten wird in Gimp 2.4 ebenfalls durch ein neues Werkzeug erleichtert und beim Vergrößern bzw. Verkleinern der Ansicht soll die Darstellung nun besser sein als in früheren Versionen.

Zur Fotobearbeitung enthält Gimp 2.4 beispielsweise ein neues Plug-in, um "rote Augen" zu entfernen und das Textwerkzeug ermöglicht es nun, Text an einem Pfad auszurichten. Zudem steht das Screenshot-Plug-in in der neuen Version auf allen von Gimp unterstützten Plattformen zur Verfügung. Die Unterstützung für Dateiformate wurde ebenfalls verbessert, so dass Gimp lange Layer-Namen in Photoshop-Dateien erkennt und der Umgang mit EXIF-Daten in JPEG-Dateien soll verbessert worden sein. Zudem können 24-Bit- und Vista-Symbole geöffnet und gespeichert werden.

Zudem hält Gimp 2.4 eine Reihe weiterer Verbesserungen speziell für Digitalfotografen bereit. Die Druckunterstützung in Gimp wurde verbessert, indem nun das GTK-API für diese Aufgabe verwendet wird.

Außerdem verpassten die Entwickler der Bildbearbeitung einen Satz neuer Symbole, die nach den Tango-Richtlinien(öffnet im neuen Fenster) gestaltet wurden. Dadurch soll sich das Programm besser in die Umgebung einfügen - unabhängig davon, ob es unter Linux mit einer der zahlreichen Oberflächen, unter Windows oder MacOS X läuft. Die neuen Symbole sollen auch besser bei dunklen Themes wirken. Auch die Menüs wurden überarbeitet und so gibt es beispielsweise das neue "Farben"-Menü, das die meisten Werkzeuge, Plug-ins und Skripte zur Farbanpassung vereint. Tastaturkürzel können über einen verbesserten Dialog festgelegt werden.

Die neuen Funktionen werden auch in den Release Notes(öffnet im neuen Fenster) erklärt, in denen sich zu einigen Neuerungen auch Videos finden.

Gimp 2.4 steht derzeit im Quelltext zum Download(öffnet im neuen Fenster) bereit.


Relevante Themen