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Verteiltes Passwort-Knacken, auch mit Grafikkarten

Russische Software verspricht Wiederherstellung von verlorenen Passwörtern. Ob Office-Dateien, PGP-verschlüsselte Archive oder Windows-Anmeldungen: Nichts soll vor der "Distributed Password Recovery" (DPR) des russischen Softwareherstellers Elcomsoft sicher sein. Der Passwort-Knacker kann dabei auch die Fließkommaleistung von Nvidia-Grafikkarten für seine Berechnungen heranziehen.
/ Nico Ernst
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DPR versteht sich dabei nicht als Hacker-Software, die Lizenzen kosten ab 599,- Euro für 20 Rechner. Das Paket besteht aus einem Server, der Client-Software und einer Konsole. Über Letztere lassen sich die Aufgaben an die Clients verteilen, der Server übernimmt die Verwaltung. Das Konzept ähnelt dabei Verfahren wie "Folding @ Home" - nur eben für die Suche nach Passwörtern, etwa mit der geballten Rechenkraft eines Unternehmensnetzes.

Dem entspricht auch die Liste der unterstützten Formate: Dateien aus Office-Paketen der Versionen 2003 und 2007 sollen ebenso behandelt werden können wie PDFs, ID-Files von Lotus Notes oder Login-Passwörter von Windows NT bis Vista. Die Windows-Passwörter brauchen dabei laut Elcomsoft auf einem einzelnen Dual-Core-Rechner üblicherweise zwei Monate - wenn nur acht Zeichen aus Groß- und Kleinbuchstaben verwendet werden. Dabei sollen schon bereits rund 10 Millionen Passwörter pro Sekunde getestet werden.

Rund 25-mal schneller soll es mit einer GeForce-8-Karte gehen, für die Elcomsoft eine in den USA zum Patent angemeldete Software auf Basis des CUDA-Pakets geschrieben hat. Ein einzelner Rechner mit Dual-Core-Prozessor soll für die Suche nach einem Windows-Passwort so 3 bis 5 Tage benötigen.


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