GnuTLS entfernt Funktion wegen möglicher Patente

Version 2.0.2 ohne TLS-Autorisierung

Die Entwickler der freien TLS-Implementierung GnuTLS haben in der neuen Version aus Angst vor künftigen Patenten eine Funktion entfernt. Da die Funktion nicht so wichtig sei, sei es am besten, die Community dazu zu bewegen, die entsprechende Technik nicht anzuwenden.

Artikel veröffentlicht am , Julius Stiebert

Die vor wenigen Tagen freigegebene GnuTLS-Version 2.0.2 enthält neben ein paar Fehlerkorrekturen vor allem eine Änderung: Die Unterstützung für TLS-Autorisierung wurde aus der Software entfernt. Als Grund wurde genannt, dass diese Technik in Zukunft patentiert werden könne und es daher der beste Weg sei, die Internetgemeinschaft davon zu überzeugen, sie nicht zu nutzen.

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Hintergrund ist, wie die Free Software Foundation schreibt, dass der Entwurf zur TLS-Autorisierung Anfang 2006 der Internet Engineering Task Force (IETF) zur Standardisierung vorgelegt wurde. Erst kurz vor Ende der Diskussion wurde bekannt, dass das Unternehmen RedPhone Security ein Patent auf diese Technik beantragt hat.

Daraufhin wurde die Technik zwar nicht zum Standard erklärt, allerdings wird nun von RedPhone versucht, einen "experimentellen" oder "inoffiziellen" Standard zu erreichen, der noch immer mit der IETF in Verbindung gebracht werden kann. Wenn nun aber das Patent genehmigt wird, könnte die Technik lizenzpflichtig werden, so dass sich die GnuTLS-Entwickler lieber dafür entschieden, TLS-Autorisierung nicht zu unterstützen.

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