Multitouch-Display mit Infrarot-Sensoren
Die Displaytechnik nutzt zusätzlich zu den dünnen TFTs auch optische Sensoren, um mehrere Berührungspunkte zu erkennen und in Befehle umzuwandeln. Damit muss der Nutzer das Display nicht mehr direkt berühren, es reicht bereits aus, sich mit dem Finger dem Bildschirm zu nähern, um Aktionen auszuführen. Der Finger oder auch sonstige Objekte reflektieren das Licht und werfen es auf die Infrarot-Sensoren zurück. Diese werten die Lichtinformationen aus und wandeln sie in Befehle bzw. Informationen um.
Als Anwendungen sehen der Forscher Shahram Izadi(öffnet im neuen Fenster) und sein Team am Microsoft Lab in Cambridge interessante Möglichkeiten bei der Bild- und Videobearbeitung. So lassen sich Fotos mit dem Finger größer und kleiner ziehen oder drehen sowie Videos bearbeiten. Ferner besteht die Möglichkeit, auf dem Bildschirm abgebildete Inhalte auch mit einer Fernbedienung direkt zu steuern.
Anders als bisherige Bildschirme mit Gestensteuerung braucht ThinSight keine eigene Webcam, sondern kommt mit einer zusätzlichen Elektronikschicht aus. Dadurch werden die Displays allerdings wieder ein klein wenig dicker.
Auch das iPhone arbeitet mit einem Multipoint-Touchscreen, allerdings setzt Apple hierbei kein Infrarot ein, sondern eine Sensorfolie, die für die Gestensteuerung zuständig ist und theoretisch maximal bis zu zwölf Berührungsimpulse gleichzeitig verarbeiten kann.
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