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Microsoft schrumpft Windows-Kernel

Schlanker Windows-Kernel als Experiment. Unter dem Codenamen Windows 7 laufen bei Microsoft bereits die Arbeiten am Nachfolger von Windows Vista. Parallel dazu wurde ein schlanker Windows-Kernel vorgestellt, der aber wohl nicht im Nachfolger von Windows Vista zu finden sein wird.
/ Ingo Pakalski
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Der vorgestellte Windows-Kernel nennt sich MinWin und soll auf einem Datenträger lediglich 25 MByte Speicherplatz benötigen. Zum Ausführen sind dann 40 MByte Arbeitsspeicher erforderlich. Eric Traut demonstrierte einen Prototypen von MinWin bei einem Vortrag an der Universität von Illinois(öffnet im neuen Fenster) . Dabei stellte MinWin einen kleinen HTTP-Server bereit, der in einer virtuellen Maschine lief.

Microsoft wolle den Speicherbedarf weiter verringern, indem weitere Optimierungen am Kernel vorgenommen werden. Basis von MinWin ist ein NT-Kernel, der deutlich abgespeckt und stärker auf die Grundfunktionen beschränkt wurde. Bisher besteht der Windows-Kernel aus etwa 5.000 Dateien, während sich der neue Kernel nur noch aus 100 Dateien zusammensetzen soll.

Bei MinWin handelt es sich um eine Machbarkeitsstudie, es ist nicht geplant, für Windows 7 einen neuen Kernel zu programmieren. Ob das Projekt jemals Einzug in ein Windows-Produkt haben wird, ist ungewiss.


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