Von Deutschland nach Indien: Mobiler Geldtransfer per Handy
Bislang nutzen vor allem Gastarbeiter den Transferdienst, um Geld in ihre Heimat zu schicken. Dabei muss der Empfänger nicht notwendigerweise über ein Bankkonto verfügen, er kann sich das Geld bei einer Western-Union-Filiale abholen. Derzeit werden nach Angaben des Geldinstituts 17 Prozent aller Kapitalüberweisungen weltweit über Western Union abgewickelt.
Nun soll der Western-Union-Mobilservice die Netzbetreiber und ihre Marktmacht in das bereits bestehende Transfersystem einbinden. Zunächst wollen 23 Netzbetreiber mit insgesamt 800 Millionen Kunden in gut 100 Ländern an dem Pilotprojekt teilnehmen. Dabei soll jeder Mobilfunkanbieter eine nach eigenen Wünschen gestaltete mobile Geldbörsen-Software bekommen, die die Kunden auf Handys installieren können, um den Geldtransfer zu ermöglichen.
Die Überweisungen sind vom Handy an eine Western-Union-Filiale, von der Filiale an ein Mobiltelefon oder von Handy zu Handy möglich. Großes Potenzial verspricht sich Western Union vor allem in Indien und China, wo die Wirtschaft insgesamt schnell wächst und viele Arbeiter gebraucht werden. Die Netzbetreiber erhoffen sich durch das Angebot eine höhere Kundenbindung.
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