Das iPhone ist giftig und kann unfruchtbar machen
Diese Weichmacher sind in Europa als fortpflanzungsschädigend eingestuft und können die Fortpflanzungsfähigkeit von Männern beeinträchtigen, indem die Spermienanzahl verringert wird. In Europa dürfen diese Stoffe in Kinderspielzeug nicht verwendet werden. In Mobiltelefonen ist die Nutzung dieser Weichmacher nicht verboten. Andere Handy-Hersteller haben gleichwohl auf den Einsatz solch giftiger Substanzen in ihren Produkten verzichtet, betont Greenpeace.
"Steve Jobs hat die Chance verpasst, das iPhone als ersten Schritt zu nutzen, um Apple-Produkte grüner zu machen", kritisiert Zeina Alhajj, Chemie-Expertin von Greenpeace. "Apple scheint weiter von der Vorreiterrolle bei grüner Elektronik entfernt zu sein als Konkurrenten wie Nokia, die bereits PVC-freie Handys verkaufen."
Greenpeace bemängelt am iPhone außerdem, dass der Akku fest eingebaut und somit nicht ohne weiteres entnommen werden kann. Damit werde das getrennte Recycling erschwert, was eine höhere Belastung für die Umwelt bedeute, wenn das iPhone ausrangiert wird. Hierfür biete Apple keinen kostenlosen Recycling-Dienst, so dass das Problem auf den Kunden abgewälzt werde.
Greenpeace fordert Apple auf, ein iPhone auf den Markt zu bringen, um in Bezug auf Umweltverträglichkeit das Niveau anderer Handy-Hersteller wie Nokia, Sony Ericsson oder Motorola zu erreichen, die auf giftige Substanzen in ihren Produkten verzichten. Ansonsten sei nicht ersichtlich, wie Apple sein Versprechen vom Mai 2007 einlöst, keine gesundheitsgefährdenden Chemikalien mehr in ihren Produkten zu verwenden.
Gegenüber Macworld.com(öffnet im neuen Fenster) verkündete ein Apple-Sprecher, dass der Konzern sein Ziel weiter verfolge, keine giftigen Substanzen in ihren Produkten zu nutzen. Dabei enthüllte Apple, dass es noch bis Ende 2008 dauern wird, bis die gesamte Geräteproduktion so umgestellt ist, dass der Konzern auf die Verwendung giftiger Substanzen verzichten kann.
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