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Media-Saturn schließt Onlineshop MediaOnline.de (Update)

Online-Aktivitäten in Deutschland sollen künftig unter Mediamarkt.de stattfinden. Die Media-Saturn-Unternehmensgruppe organisiert ihre E-Commerce-Aktivitäten in Deutschland neu und hat zum 15. Oktober 2007 ihren bisherigen Onlineshop unter MediaOnline.de(öffnet im neuen Fenster) abgeschaltet. Die Aktivitäten sollen auf die Plattform Mediamarkt.de(öffnet im neuen Fenster) überführt werden, noch ist dort aber nichts Entsprechendes zu sehen.
/ Jens Ihlenfeld
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Die zum Metro-Konzern gehörende Media-Saturn-Holding mit ihren Marken Media Markt und Saturn tut sich aufgrund ihrer dezentralen Struktur seit jeher schwer in Sachen E-Commerce. Jeder Geschäftsführer ist zugleich Mitgesellschafter seines Marktes und zeichnet damit für Sortiment, Preisgestaltung, Personal und Marketing verantwortlich, das Online-Angebot unter MediaOnline.de hingegen war zentral gesteuert.

Künftig soll auch das Online-Angebot stärker an die einzelnen Märkte gebunden werden. Der Internetauftritt Mediamarkt.de soll stärker als bisher "den dezentral operierenden Handel unterstützen", heißt es dazu in der Ankündigung. In anderen Ländern wie beispielsweise Italien habe das Unternehmen damit bereits Erfolge erzielt. Künftig soll daher ein besonderer Fokus auf aktuelle Aktionsangebote aus der nationalen Werbung gelegt werden. Ziel sei es, "dem Kunden schnelleren Zugriff auf attraktive, aktuelle Angebote zu ermöglichen". Zugleich soll das Online-Angebot zu einer Interaktions- und Kommunikationsplattform ausgebaut werden, so dass die Kunden mit ihren stationären Media Märkten in Kontakt treten können.

Die Media-Saturn-Holding beschäftigte 2006 rund 42.109 Mitarbeiter und erzielte einen Nettoumsatz von rund 15,2 Milliarden Euro. Derzeit betreibt die Gruppe 652 Märkte in 15 europäischen Ländern.

Nachtrag vom 16. Oktober 2007, 11:24 Uhr:
Ein Sprecher des Unternehmens erklärte auf Nachfrage gegenüber Golem.de, dass Mediamarkt.de nur "ein bisschen umgebaut" wurde und man sich auf "die nationale Werbung" konzentriere. Es geht also primär darum, die nationalen Angebote direkt bestellbar zu machen – wobei die Newsletter-Abonnenten etwas Vorsprung haben. Die für den lokalen Mediamarkt in der Regel wichtigeren, da häufiger vorkommenden regionalen Aktionen werden demnach nicht berücksichtigt. Eine wirkliche Stärkung der lokalen Märkte scheint damit nicht stattzufinden – dabei könnten diesen etwa Reservierungs- oder Vorbestellaktionen über das Internet helfen.


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