"Die Musikbranche war noch nie demokratischer als heute!"

Ein zweiter Schwerpunkt am Samstag war die Frage der Pauschalabgabesysteme, also der gesetzlichen Geräte- und Leermedienabgaben, als Kompensation für das private Kopieren von Musik. Im Mittelpunkt stand dabei das Thema "Mitschneiden vom Internet-Radio". Den großen Plattenfirmen ist das bekanntlich seit langem ein Dorn im Auge. Trotz intensiver Lobbyarbeit ist es ihnen aber nicht gelungen, im zweiten Korb der Urheberrechtsnovelle ein Verbot entsprechender Aufnahmesoftware zu erreichen.

Stellenmarkt
  1. Senior Project Manager (m/w/d) Digitalisierungsprogramm Cloud
    BWI GmbH, deutschlandweit
  2. IT Servicetechniker (w/m/d) Onsite Support
    Bechtle Onsite Services GmbH, Hamburg
Detailsuche

Der Vertreter der Firma Tobit Software, Hersteller der kostenlosen Software ClipInc zum legalen Aufzeichnen von Musik aus dem Internet, verwies zu Recht darauf, dass die Konsumenten beim Kauf von Aufzeichnungsgeräten und Datenträgern eine Abgabe für das private Kopieren von Musik an die Verwertungsgesellschaften entrichten würden. Er nannte die Zahl von 40 Prozent am Verkaufspreis, die diese Kopierabgabe bei CD-Rohlingen betragen würde. Der Musikindustrie warf er vor, die Verbraucher nicht über ihre damit erkauften Rechte aufzuklären. Mit der Kampagne "Schon bezahlt!" will die Firma dem etwas entgegensetzen.

Was die Frage der Einführung einer "Kulturflatrate" angeht, also die Erhebung einer pauschalen Kopiergebühr auf DSL-Anschlüsse als Gegenfinanzierung für die Legalisierung von Downloads aus Peer-to-Peer-Tauschbörsen, waren die Teilnehmer des Podiums unschlüssig. Zwar habe eine Kulturflatrate nicht zu leugnende Vorteile wie etwa die Vermeidung einer "Kriminalisierung der Schulhöfe"; zugleich gäbe es aber ein Problem mit der gerechten Verteilung der Einnahmen. Die derzeit von den Verwertungsgesellschaften genutzten Berechnungsverfahren für die Ausschüttung der Einnahmen aus der Geräte- und Leermedienabgabe eigne sich dafür nicht, stellte die GEMA-erfahrene Sandra Thiem fest. Ohne eine bessere Erfassung der Mediennutzung im Internet sei es schlicht unmöglich, die Anteile einzelner Berechtigter zu ermitteln. Ob die Messung der Kopiervorgänge in Tauschbörsen ein geeigneter Maßstab sei, wäre nicht klar. In jedem Fall würde man über die Kulturflatrate noch ein paar Jahre diskutieren, da waren sich alle einig. [von Robert A. Gehring]

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed
 "Die Musikbranche war noch nie demokratischer als heute!"
  1.  
  2. 1
  3. 2
  4. 3


Rolf Zinner 16. Okt 2007

Das ClipInc. habe ich auch probiert. Klappt sehr gut und liefert jede Menge Songs. Da...

nelson 15. Okt 2007

simpsons movie ;)

fuchsbaerga_online 15. Okt 2007

1. Unkosten gibt es nicht --> Kosten 2. ist das in der Kunst wie in der Open Source...

Sdandrd 15. Okt 2007

In der Tat. Entweder man nimmt vom GEMA-Obolus bei Geräten und Medien (Rohlingen) wieder...



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Fernsehen
Mit Satelliten-TV, Kodi und Ethernet zur Videosammlung

Satelliten-Fernsehen ist die beste Möglichkeit, sich eine private Film- und Seriendatenbank aufzubauen. Wir zeigen, welche Technik gebraucht und wie sie eingerichtet wird.
Eine Anleitung von Mathias Küfner

Fernsehen: Mit Satelliten-TV, Kodi und Ethernet zur Videosammlung
Artikel
  1. Delfast Top 3.0: Ukrainische Armee setzt E-Motorräder zur Panzerjagd ein
    Delfast Top 3.0
    Ukrainische Armee setzt E-Motorräder zur Panzerjagd ein

    Ukrainische Infanteristen nutzen E-Motorräder, um leise und schnell zum Einsatz zu gelangen und die Panzerabwehrlenkwaffe NLAW zu transportieren.

  2. Origins: Nach 30 Jahren kommt das Prequel für Simon the Sorcerer
    Origins
    Nach 30 Jahren kommt das Prequel für Simon the Sorcerer

    Erst die Fortsetzung zu Monkey Island, nun ein Vorgänger für Simon the Sorcerer: Bei klassischen Adventures tut sich derzeit viel.

  3. Missbrauchs-Vorwürfe: SpaceX zahlte 250.000 US-Dollar Abfindung
    Missbrauchs-Vorwürfe
    SpaceX zahlte 250.000 US-Dollar Abfindung

    Elon Musk soll einer Flugbegleiterin Geld für Sex angeboten haben. SpaceX zahlte für eine Geheimhaltungsvereinbarung.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • Borderlands 3 gratis • CW: Top-Rabatte auf PC-Komponenten • Inno3D RTX 3070 günstig wie nie: 614€ • Ryzen 9 5900X 398€ • Top-Laptops zu Tiefpreisen • Edifier Lautsprecher 129€ • Kingston SSD 2TB günstig wie nie: 129,90€ • Samsung Soundbar + Subwoofer günstig wie nie: 228,52€ [Werbung]
    •  /