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"Die Musikbranche war noch nie demokratischer als heute!"

Gleich am Anfang des Kongresses fand eine Diskussionsrunde zum Thema "digitaler Musikmarkt 07" statt. Eingeladen waren Vertreter des Musikportals Finetunes, vom auf deutsch-türkische Musik spezialisierten Berliner Label PlakMusic und vom Startup-Musikportal JustAloud. Im Gegensatz zu den eher klassischen Geschäftsmodellen von Finetunes und PlakMusic setzt JustAloud auf eine neue Methode der Preisbestimmung: "Je öfter ein Lied gekauft wird, desto höher steigt sein Preis!" Da JustAloud erst seit zwei Monaten online ist, lässt sich über den Erfolg dieser Vermarktungsstrategie noch nicht viel sagen. Das Beispiel zeigt aber deutlich, mit welcher Experimentier- und Risikobereitschaft die neue Generation von Internet-Unternehmern an den Start geht. Die Möglichkeit des Scheiterns wird dabei keineswegs ausgeschlossen.

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Einig waren sich die Diskutanten, ganz im Sinne von Chris Andersons Long-Tail-Argumentation, dass es im Internet und außerhalb davon Chancen zur profitablen Vermarktung auch unbekannter Musiker gibt: "Ein paar Downloads gibt es immer." Wenn die Technologie der Plattform so ausgereift ist, dass die Kosten für das Einstellen und den Verkauf von Musik marginal sind, rechnet sich auch der Verkauf von Nischenmusik. Auf der anderen Seite wurde bestätigt, dass mit dem Verkauf von CDs nicht mehr viel zu verdienen ist.

Der sinkenden Nachfrage unter Jugendlichen nach Datenträgern steht jedoch zugleich eine wachsende Nachfrage nach Live-Musik gegenüber. Die Vermarktung von Live-Acts ist ein gutes Geschäft. Aus all dem leitete Jochen Kühling von PlakMusic die Prognose ab, dass "die großen Strukturen in der Musikindustrie verschwinden und sich kleine Strukturen ausbreiten" werden.

Als ein generelles Problem der Jugendkultur machte die Diskussionsrunde den "Verlust der Werthaltigkeit von Musik" aus. Die Konsumenten müssten den "Wert von Musik erst wieder entdecken". Dabei müsse man experimentieren und zum Beispiel, wie bei JustAloud, den Musikern und Konsumenten die Möglichkeit geben, den Preis von Musik selbst zu beeinflussen. Auch die Selbstvermarktung von Musikern trägt dazu bei, den Konsumenten einen Zahlungsanreiz zu geben. Während die großen Plattenfirmen als Feinde wahrgenommen würden, stünden die Musikliebhaber den Musikern selbst aufgeschlossen gegenüber. Deren Leistung, so denn "die Musik gut ist", würde anerkannt und auch honoriert. Die Transparenz der Geldströme vom Konsumenten zu den Musikern spiele dabei eine Schlüsselrolle, waren sich alle einig. In jedem Fall müssten die Musiker aber auch von den vielfältigen neuen Möglichkeiten Gebrauch machen. Und: "Qualität setzt sich durch!"

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Rolf Zinner 16. Okt 2007

Das ClipInc. habe ich auch probiert. Klappt sehr gut und liefert jede Menge Songs. Da...

nelson 15. Okt 2007

simpsons movie ;)

fuchsbaerga_online 15. Okt 2007

1. Unkosten gibt es nicht --> Kosten 2. ist das in der Kunst wie in der Open Source...

Sdandrd 15. Okt 2007

In der Tat. Entweder man nimmt vom GEMA-Obolus bei Geräten und Medien (Rohlingen) wieder...

alternative 15. Okt 2007

dabei ist das jetzt schon total beknackt. ich würde als musiker frühestens gema-mitglied...


Compyblog / 16. Okt 2007

ComPod To Go - 16.10.2007



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