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Bundesregierung will Kinder als Lockvogel einsetzen

Verbesserung des Jugendschutzes? Das Bundesfamilienministerium plant laut einem Bericht der Financial Times Deutschland(öffnet im neuen Fenster), zur besseren Durchsetzung des gesetzlichen Jugendschutzes Kinder als Lockvögel einzusetzen. Die Möglichkeit, für gewalthaltige Computerspiele zu werben, sollen weiter eingeschränkt werden.
/ Ingo Pakalski
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Der von Bundesfamilienministerin von der Leyen vorgelegte Gesetzentwurf zur Verbesserung des Jugendschutzes hat es in sich. In dem der Financial Times Deutschland (FTD) vorliegenden Entwurf ist vorgesehen, künftig Kinder als Lockvogel für Testkäufe von altersbeschränkten Waren wie Alkohol, Zigaretten, Gewaltfilmen und Computerspielen einzusetzen. Gegenüber AFP hat ein Ministeriumssprecher die Angaben der FTD bestätigt(öffnet im neuen Fenster). Das Kabinett soll am kommenden Mittwoch (17. Oktober 2007) über den Gesetzentwurf abstimmen.

Der Einsatz von Kindern als Lockvögel für Testkäufe soll den Jugendschutzbehörden die Arbeit erleichtern. Bisher war es nur selten möglich, Verkäufer zu überführen, die entgegen den Jugendschutzbestimmungen altersbeschränkte Filme und Computerspiele an Kinder und Jugendliche verkauft haben. Die jugendlichen "verdeckten Ermittler" sollen nun – mit Zustimmung der Eltern und unter pädagogischer Betreuung – den Behörden bei der Beweiserhebung helfen.

Darüber hinaus soll der Verbotskatalog für schwer jugendgefährdende Medien ergänzt werden. Die Werbung für sowie der Vertrieb und der Verkauf von jugendgefährdenden Filmen und Computerspielen sollen weiter eingeschränkt werden, wenn sie "besonders realistische, grausame und reißerische Gewaltdarstellungen und Tötungshandlungen beinhalten, die das mediale Geschehen selbstzweckhaft beherrschen", zitiert die FTD aus dem Gesetzentwurf. [von Robert A. Gehring]


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