Novell entlässt AppArmor-Entwickler

AppArmor-Hauptentwickler will weiter an der Software arbeiten

Novell hat seine für die Linux-Sicherheitssoftware AppArmor zuständigen Programmierer entlassen, berichtet CNet. Drei der Entwickler haben daraufhin eine eigene Firma gegründet. Sie wollen weiter an dem Projekt arbeiten.

Artikel veröffentlicht am , Julius Stiebert

Einem Bericht des Branchendienstes CNet zufolge wurde das für AppArmor zuständige Team am 28. September 2007 entlassen. Der Hauptentwickler und Projektgründer Crispin Cowan bestätigte dies gegenüber CNet. Er will jedoch weiter an dem Projekt arbeiten, schreibt CNet weiter.

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Gemeinsam mit zwei anderen AppArmor-Programmierern hat Cowan mit Mercenary Linux eine eigene Firma gegründet, die Dienste rund um die Sicherheitssoftware anbieten wird.

AppArmor soll das Betriebssystem vor externen und internen Angriffen schützen und nutzt dafür vordefinierte Regeln. Mit Assistenten lassen sich zudem neue Regeln für Applikationen anlegen. Novell kaufte 2005 die Firma Immunix und bekam so AppArmor - auch Immunix-Chef Cowan arbeitete seitdem bei Novell. Anfang 2006 dann gab Novell AppArmor als Open Source frei.

Zwar wollte Novell die Entlassungen gegenüber CNet nicht bestätigen, bemerkte aber, dass sich um AppArmor eine Community gebildet habe, mit der das Unternehmen auch in Zukunft zusammenarbeiten will. Cowan hingegen hält es nicht für ausreichend, der Community die Entwicklung zu übertragen und will daher Geldgeber auftreiben, um selbst weiter an der Software arbeiten zu können, sagte er CNet.

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Novell will laut CNet die Sicherheitslösung weiter in OpenSuse und den Suse-Linux-Enterprise-Distributionen verwenden. Während Konkurrent Red Hat mit SELinux auf einen anderen Ansatz für erhöhte Sicherheit unter Linux setzt, wird auch die nächste Ubuntu-Version 7.10 AppArmor enthalten.

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