Auch Chemie-Nobelpreis geht nach Deutschland

Gerhard Ertl für Forschungen in Oberflächenchemie ausgezeichnet

Für seine Forschungen für die Veränderungen an festen Oberflächen erhält Gerhard Ertl den Nobelpreis. Er ist damit nach dem Physiker Peter Grünberg der zweite Deutsche, der 2007 mit der höchsten wissenschaftlichen Ehrung bedacht wird.

Artikel veröffentlicht am ,

Der gebürtige Stuttgarter Gerhard Ertl studierte ursprünglich Chemie in seiner Heimatstadt, promovierte jedoch 1965 in physikalischer Chemie an der TU München. Seit den 1960er-Jahren machte er sich in dem damals noch jungen Forschungsgebiet der Oberflächenchemie durch zahlreiche Veröffentlichungen einen Namen. Die Reaktion von verschiedenen Stoffen mit festen Oberflächen ist heute in der technischen Anwendung beispielsweise die Grundlage für das Funktionieren eines Abgas-Katalysators bei Verbrennungsmotoren.

Zu den besonderen Verdiensten Ertls zählen zahllose Beschreibungen von Versuchsaufbauten zu Experimenten mit Oberflächenchemie, bei denen er auch unter Labor-Bedingungen scheinbar triviale Vorgänge wie das Rosten von Eisen untersuchte. Durch neuartige Maßnahmen für besonders wenige Verunreinigungen konnte er diese Prozesse jedoch genau beschreiben. Auch die Entwicklung von Brennstoffzellen profitierte von seinen Forschungen zur Oberflächenchemie.

Wie die anderen Nobelpreisträger auch wird Ertl am 10. November ausgezeichnet - die Benachrichtigung von der Ehrung erreichte ihn jedoch bereits am 10. Oktober, seinem 71. Geburtstag.

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