OpenStreetMap - Open-Source-Version von Google Maps & Co

Das Projekt befindet sich noch in einer sehr frühen, aber durchaus brauchbaren Phase. Stichproben ergeben, dass insbesondere Großbritannien und die Niederlande - zum Teil durch Spenden von Daten - recht gut erfasst worden sind. Auch die deutschen Karten können sich durchaus sehen lassen. Je höher die Bevölkerungsdichte, desto genauer sind anscheinend die Daten. Es gibt jedoch auch Gebiete und sogar ganze Länder, bei denen sich noch nicht viel tut. Der Bekanntheitsgrad von OpenStreetMap ist offenbar noch nicht sehr hoch, auch wenn Teilnehmer des Projekts regelmäßig auf Konferenzen darüber sprechen. Als Nächstes etwa auf der Web 2.0 Expo in Berlin.
Die ganze Weltkugel betrachtend hat man das Gefühl, dass in einigen Ländern praktisch noch niemand etwas von dem Projekt weiß und die Daten eher von Urlaubern stammen als von lokalen Aktivisten. Zu den eher schlecht abgedeckten Ländern gehören auch Hochtechnologie-Länder, etwa in Skandinavien, Japan oder Singapur.
Gesammelt werden die Daten mit Hilfe des Global Positioning Systems (GPS), dargestellt werden sie mit zwei wählbaren Karten-Render-Engines ( Osmarender(öffnet im neuen Fenster) und Mapnik(öffnet im neuen Fenster) ). Mitmachen(öffnet im neuen Fenster) kann also praktisch jeder. Dazu sammelt man mit einem GPS-Empfänger Daten und lädt diese bei OpenStreetMap hoch oder verarbeitet die bereits hochgeladenen Daten von anderen Teilnehmern und von Firmen/Organisationen gespendeten bzw. genutzten Daten(öffnet im neuen Fenster) . Ein Übungsmodus hilft zudem bei den ersten Schritten in OpenStreetMap, denn das Manipulieren von Karten ist nicht so einfach wie das Editieren der Wikipedia.
Video: OSM-Mapping-History "uk070711" über die letzten drei Jahre. Die "Blitze" zeigen die jeweils aufgezeichneten GPS-Wege.
Wer sich bei OpenStreetMap engagieren will, findet am besten im deutschen(öffnet im neuen Fenster) oder englischen Wiki(öffnet im neuen Fenster) einen Einstieg. Eine Liste der Veranstaltungen(öffnet im neuen Fenster) bietet Gelegenheiten, bei Mappingpartys mitzumachen, sich Vorträge anzuhören oder sich einfach nur zur Planung zu treffen.
Noch sind die Daten von OpenStreetMap ganz allgemein verglichen mit kommerziellen Diensten äußerst lückenhaft, dank tatkräftiger Hilfe sieht es in einigen Bereichen aber anders aus und es liegen äußerst detaillierte Daten vor. Dabei werden die Daten nicht nur von Freiwilligen gesammelt, auch Unternehmen, die mit GPS arbeiten, spenden ihre gesammelten Daten. Der ein oder andere Kurierdienst hat somit das Projekt mit einer Fülle von Daten versorgt, die noch eingepflegt werden müssen.
Der Einsatz für dieses Projekt ist jedoch deutlich kostenintensiver: Statt eines GPS-Empfängers am Boden müssen die Daten in luftiger Höhe gesammelt werden. Sieht man von Gelegenheiten in Form von Funktürmen oder Ähnlichem ab, bleibt nur der Einsatz eines Fluggeräts. Als noch am ehesten bezahlbare Lösung schlägt das Projekt etwa den Open-Source-Mikrokopter(öffnet im neuen Fenster) vor (450,- bis 750,- Euro). Entsprechende Flugkünste und eines gute Versicherung vorausgesetzt, lassen sich so Bilder in luftiger Höhe schießen.



