Zum Hauptinhalt Zur Navigation Zur Suche

Erste Server mit UltraSparc T2 von Sun und Fujitsu

Rack-Modelle und Blades für neuen RISC-Prozessor. Gut zwei Monate nach der Ankündigung des T2-Prozessors, früher unter dem Codenamen "Niagara 2" bekannt, haben Sun und Fujitsu erste Server für die neue CPU vorgestellt. Dabei setzen beide Anbieter auf vergleichsweise weniger Prozessor-Sockel pro Höheneinheit – die Rechenleistung soll schließlich aus den vielen Kernen kommen.
/ Nico Ernst
1 Kommentare Auf Google folgen (öffnet im neuen Fenster)

Wie bereits berichtet, setzt Sun mit der T2-Architektur auf bis zu acht Kerne in einem CPU-Sockel, von denen jeder acht Threads parallel verarbeiten kann. So kommt Sun auch auf seinen Produktseiten(öffnet im neuen Fenster) zur Aussage von "64 Servern in einem System". Tatsächlich sind aber die beiden Rack-Server SPARC Enterprise T5120 und T5220 nur Einschübe mit je einem CPU-Sockel. Der T5120 belegt dabei eine Höheneinheit und kann vier Festplatten aufnehmen, in den T5220 passen acht. Die Massenspeicher sind jedoch nur als 2,5-Zoll-Festplatten mit SAS-Interface ausgelegt. In beide Modelle passen bis zu 64 GByte Hauptspeicher, der aus FB-DIMMs besteht.

Die beim T2 schon integrierten 10-Gigabit-Ports für Ethernet sind bei beiden Servern in zweifacher Ausführung vorhanden, dazu kommen noch vier Gigabit-Ports. Der T5220 hat jedoch deutlich mehr Platz für Erweiterungen: Je zwei Steckplätze für PCI-Express-Karten mit 8x sowie 4x stehen bereit, außerdem zwei weitere 4x-Slots, in die aber auch Netzwerk-Schnittstellen mit XAUI-Interface gesteckt werden können. Beim T5210 passen auch zwei XAUI-Karten oder zwei 4x-Karten an deren Stelle sowie eine 8x-Karte.

Was Sun als neue Blades mit dem Server T6320 anbietet, passt in die bisherigen Blade-Racks der Serie 6000 von Sun. Zehn Blades können dabei senkrecht nebeneinander auf zehn Höheneinheiten untergebracht werden. Rechenleistung, Speicher und Festplatten entsprechen dem T5210, es gibt nur weniger Netzwerkanschlüsse: Zwei Gigabit-Ports, zwei 10-Gigabit-Ports und ein Fast-Ethernet-Port für die Verwaltung sind geboten. Nicht die Blades, jedoch die beiden Rack-Server in voller Breite will auch Fujitsu unter eigenem Namen anbieten, sie sind jedoch mit den Sun-Geräten identisch. In der kleinsten Konfiguration, deren Ausstattung noch nicht genannt wurde, sollen die Server ab rund 14.000,- US-Dollar kosten.

Mit der Ankündigung der Server, die ab sofort geliefert werden sollen, hat Sun auch die verschiedenen Varianten des T2-Prozessors vorgestellt. So ist die CPU mit 4, 6 oder 8 Kernen bei 1,2 GHz zu haben, das Top-Modell mit 1,4 GHz gibt es nur mit 8 Kernen. Die bisher nicht genau benannte Leistungsaufnahme der Prozessoren hat Sun jetzt auch mitgeteilt: Je nach Modell soll der T2 typischerweise 95 Watt aufnehmen, maximal jedoch 123 Watt.


Relevante Themen