Erste Server mit UltraSparc T2 von Sun und Fujitsu
Rack-Modelle und Blades für neuen RISC-Prozessor
Gut zwei Monate nach der Ankündigung des T2-Prozessors, früher unter dem Codenamen "Niagara 2" bekannt, haben Sun und Fujitsu erste Server für die neue CPU vorgestellt. Dabei setzen beide Anbieter auf vergleichsweise weniger Prozessor-Sockel pro Höheneinheit - die Rechenleistung soll schließlich aus den vielen Kernen kommen.
Wie bereits berichtet, setzt Sun mit der T2-Architektur auf bis zu acht Kerne in einem CPU-Sockel, von denen jeder acht Threads parallel verarbeiten kann. So kommt Sun auch auf seinen Produktseiten zur Aussage von "64 Servern in einem System". Tatsächlich sind aber die beiden Rack-Server SPARC Enterprise T5120 und T5220 nur Einschübe mit je einem CPU-Sockel. Der T5120 belegt dabei eine Höheneinheit und kann vier Festplatten aufnehmen, in den T5220 passen acht. Die Massenspeicher sind jedoch nur als 2,5-Zoll-Festplatten mit SAS-Interface ausgelegt. In beide Modelle passen bis zu 64 GByte Hauptspeicher, der aus FB-DIMMs besteht.
Die beim T2 schon integrierten 10-Gigabit-Ports für Ethernet sind bei beiden Servern in zweifacher Ausführung vorhanden, dazu kommen noch vier Gigabit-Ports. Der T5220 hat jedoch deutlich mehr Platz für Erweiterungen: Je zwei Steckplätze für PCI-Express-Karten mit 8x sowie 4x stehen bereit, außerdem zwei weitere 4x-Slots, in die aber auch Netzwerk-Schnittstellen mit XAUI-Interface gesteckt werden können. Beim T5210 passen auch zwei XAUI-Karten oder zwei 4x-Karten an deren Stelle sowie eine 8x-Karte.
Was Sun als neue Blades mit dem Server T6320 anbietet, passt in die bisherigen Blade-Racks der Serie 6000 von Sun. Zehn Blades können dabei senkrecht nebeneinander auf zehn Höheneinheiten untergebracht werden. Rechenleistung, Speicher und Festplatten entsprechen dem T5210, es gibt nur weniger Netzwerkanschlüsse: Zwei Gigabit-Ports, zwei 10-Gigabit-Ports und ein Fast-Ethernet-Port für die Verwaltung sind geboten. Nicht die Blades, jedoch die beiden Rack-Server in voller Breite will auch Fujitsu unter eigenem Namen anbieten, sie sind jedoch mit den Sun-Geräten identisch. In der kleinsten Konfiguration, deren Ausstattung noch nicht genannt wurde, sollen die Server ab rund 14.000,- US-Dollar kosten.
Mit der Ankündigung der Server, die ab sofort geliefert werden sollen, hat Sun auch die verschiedenen Varianten des T2-Prozessors vorgestellt. So ist die CPU mit 4, 6 oder 8 Kernen bei 1,2 GHz zu haben, das Top-Modell mit 1,4 GHz gibt es nur mit 8 Kernen. Die bisher nicht genau benannte Leistungsaufnahme der Prozessoren hat Sun jetzt auch mitgeteilt: Je nach Modell soll der T2 typischerweise 95 Watt aufnehmen, maximal jedoch 123 Watt.
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