• IT-Karriere:
  • Services:

USA: Berufung gegen Filesharing-Urteil

Jammie Thomas sammelt Spenden für weiteren juristischen Weg

Der Anwalt von Jammie Thomas hat angekündigt, nach der Verurteilung seiner Mandantin durch ein Geschworenengericht im US-Bundesstaat Minnesota dagegen in Berufung gehen zu wollen. Das Gericht hatte die Nutzerin der Tauschbörse KaZaA wegen der Bereitstellung von 24 Songs verpflichtet, eine Geldstrafe von 222.000 US-Dollar zu zahlen.

Artikel veröffentlicht am ,

Der Verband der US-Musikindustrie Recording Industry Association of America (RIAA) hatte ursprünglich Copyright-Verstöße in über 1.700 Fällen geltend gemacht. Das Gericht sah jedoch lediglich in 24 Fällen die Vorwürfe als berechtigt an. Bei diesen Fällen wurden Musikstücke im Shared-Ordner von Thomas gefunden. Allerdings folgten die Geschworenen ansonsten weitestgehend der Argumentation der Anklage. Danach sah das Gericht bereits in der Bereitstellung der Musikdateien einen Verstoß gegen die Urheberrechtsgesetze der USA. Der Download und somit die tatsächliche Verbreitung der digitalen Musik sei für die Verwirklichung des Verstoßes nicht mehr nötig.

Stellenmarkt
  1. über experteer GmbH, Norddeutschland
  2. Lebensversicherung von 1871 a. G. München, München

Bis zuletzt hatte die Verteidigung die Vorwürfe bestritten. Inzwischen hat Jammie Thomas auf ihrer MySpace-Seite aber bekannt gegeben, dass ihre Anwälte gegen das Urteil in Berufung gehen wollen. Nach Verkündung des Urteils war bislang offen geblieben, ob Thomas das Urteil angreift oder versucht, zumindest über die Höhe der Prozesskosten eine außergerichtliche Einigung mit der RIAA anzustreben.

In der Berufungsverhandlung wollen die Anwälte von Thomas insbesondere gegen eine Unterweisung der Geschworenen durch den vorsitzenden Richter vorgehen. Dieser hatte den nicht rechtskundigen Geschworenen vor ihrer Entscheidung schriftlich mitgeteilt, dass schon die Bereitstellung von digitaler Musik in einem Shared-Ordner einen Verstoß gegen die US-Urheberrechtsgesetze darstellt. Auch wenn noch kein Download der bereitgestellten Musikstücke stattgefunden habe, sei darin schon die Tathandlung der illegalen Verbreitung der Datei zu sehen. Bislang war dies in vergleichbaren Fällen immer umstritten.

Unterdessen hat Jammie Thomas unter freejammie.com eine Spendenseite im Internet eingerichtet. Die 30-jährige alleinerziehende Mutter gibt dort an, dass sie ein Jahresgehalt von 36.000 US-Dollar verdient und fordert die Netzgemeinde auf, ihre Berufung und einen möglichen Gang bis vor den Supreme Court via PayPal-Spende finanziell zu unterstützen. Auf der Webseite heißt es: "Das Internet hat sie in diese missliche Lage gebracht, das Internet kann ihr wieder heraushelfen!" Nach Angaben auf der Webseite sind bereits erste Spenden eingegangen.

Das Urteil hatte weltweit für Schlagzeilen gesorgt, da zum ersten Mal in den USA ein Geschworenengericht über eine Filesharing-Klage verhandelt und ein Urteil gesprochen hatte. In ersten Reaktionen argumentierten Kritiker der Entscheidung, dass das Gericht einseitig zugunsten der Musikindustrie entschieden habe. Grund seien dabei auch die US-Urheberrechtsgesetze, bei denen die Interessen der Rechteverwerter und der Industrie im Mittelpunkt stehen. [von Philipp Otto]

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Anzeige
Top-Angebote
  1. 55,99€ (Bestpreis)
  2. 413,10€ (mit Rabattcode "PRAKTISCH" - Bestpreis)
  3. 96,90€ (inkl. Rabattgutschein - Bestpreis)
  4. (u. a. Microsoft 365 Family 1 Jahr für 76,90€, Braun Stabmixer MQ 7045X für 99,90€)

ThadMiller 11. Okt 2007

Wenn wir von Musik sprechen halte ich 95% für stark übertrieben. Auf der anderen Seite...

Blubb.Blubb 09. Okt 2007

Jo das stimmt. Ich weiß nichtmal was ich runterladen könnte, da es nurnoch Müll gibt...

Helm ab zum Gebet 09. Okt 2007

Es wurde genügend of davon berichtet dass es illegal ist das Urheberrecht zu verletzen...

PeterS 09. Okt 2007

http://www.youtube.com/watch?v=SnLB8wysMbY

Abe 09. Okt 2007

Ich finde deine Rechtsauffassung auch nicht grade berauschend. Abgeschlagene Köpfe mit...


Folgen Sie uns
       


Programm für IT-Jobeinstieg: Hoffen auf den Klebeeffekt
Programm für IT-Jobeinstieg
Hoffen auf den Klebeeffekt

Aktuell ist der Jobeinstieg für junge Ingenieure und Informatiker schwer. Um ihnen zu helfen, hat das Land Baden-Württemberg eine interessante Idee: Es macht sich selbst zur Zeitarbeitsfirma.
Ein Bericht von Peter Ilg

  1. Arbeitszeit Das Sechs-Stunden-Experiment bei Sipgate
  2. Neuorientierung im IT-Job Endlich mal machen!
  3. IT-Unternehmen Die richtige Software für ein Projekt finden

Weclapp-CTO Ertan Özdil: Wir dürfen nicht in Schönheit und Perfektion untergehen!
Weclapp-CTO Ertan Özdil
"Wir dürfen nicht in Schönheit und Perfektion untergehen!"

Der CTO von Weclapp träumt von smarter Software, die menschliches Eingreifen in der nächsten ERP-Generation reduziert. Deutschen Perfektionismus hält Ertan Özdil aber für gefährlich.
Ein Interview von Maja Hoock


    Fiat 500 als E-Auto im Test: Kleinstwagen mit großem Potenzial
    Fiat 500 als E-Auto im Test
    Kleinstwagen mit großem Potenzial

    Fiat hat einen neuen 500er entwickelt. Der Kleine fährt elektrisch - und zwar richtig gut.
    Ein Test von Peter Ilg

    1. Vierradlenkung Elektrischer GMC Hummer SUV fährt im Krabbengang seitwärts
    2. MG Cyberster MG B Roadster mit Lasergürtel und Union Jack
    3. Elektroauto E-Auto-Prämie übersteigt in 2021 schon Vorjahressumme

      •  /