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Gegen Havok: Neues PhysX-Lizenzmodell

Ageia hofft, mehr Partner für seine Physik-Engine zu gewinnen. Physik-Engine-Anbieter Ageia sieht sich nach der Übernahme des Marktführers Havok durch Intel offenbar in Zugzwang und ändert nun seine Lizenzbedingungen für das eigene PhysX-Entwicklerpaket: Den PhysX-Quellcode gibt es nun für weniger Geld als zuvor und wem die Binaries für die eigenen Softwareprojekte reichen, der darf sie sogar kostenlos verwenden.
/ Christian Klaß
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Das erweiterte neue PhysX-Modell sieht eine Quellcode-Lizenzgebühr von 50.000 US-Dollar pro Anwendung vor. Dabei verspricht Ageia eine umfassende Unterstützung von Entwicklern auch vor Ort nebst Optimierung derer Projekte für Spielekonsolen, Mehrkern-CPUs und PhysX-Steckkarten (PPU, PhysX Processing Unit). Die PhysX-SDK-Binaries können wie eingangs erwähnt künftig auch ohne Lizenzgebühren verwendet werden, was für kleinere Projekte hilfreich sein könnte.

PhysX unterstützt alle Windows-PCs und Spielekonsolen wie Xbox 360, PlayStation 3 und Wii. Als Unterstützung für die Single- oder Multicore-CPU des PCs kann eine PhysX-Steckkarte für die PCI-Express-Schnittstelle der Physik-Engine von Ageia Beine machen. Solange ein Spiel aber nicht auf PhysX setzt, liegt die Rechenleistung der speziellen Hardware brach – zu Havok ist die Hardware nicht kompatibel.

Unterstützung erhält PhysX durch PC-Hersteller wie Dell, welcher Desktop-PCs und Spiele-Notebooks mit PhysX-Chips bietet.

Derzeit gibt es laut Ageia rund 10.000 registrierte, aktive Entwickler, die PhysX einsetzen. Zudem würde PhysX-Engine in 75 Spielen verwendet, alle Plattformen eingerechnet. Viele PC-Spiele mit PhysX gibt es derzeit dennoch nicht. In Kürze erscheint aber Unreal Tournament 3, das beispielsweise von der Hardware-Beschleunigung für PhysX profitieren soll.

"Wir sind stolz auf die zunehmende Akzeptanz und Anerkennung von PhysX im Spielemarkt" , so Ageia-CEO Manju Hedge. Darauf ist Ageia aber auch dringend angewiesen, um sich gegen den Marktführer Havok durchzusetzen, zumal noch nicht klar ist, was Intel alles mit Havok vorhat.


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