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Kein iPhone für Frankreich?

Vertragsbindung soll gegen französische Gesetze verstoßen. Eigentlich sollte das iPhone von Apple Ende des Jahres auch in Frankreich auf den Markt kommen. Aber daraus wird nichts, falls es stimmt, dass die Vertragsbindung beim Apple-Handy gegen französische Gesetze verstößt. Damit ist derzeit unklar, ob das iPhone tatsächlich über Orange vertrieben wird, wie es ohne großes Tamtam im vergangenen Monat angekündigt wurde.
/ Ingo Pakalski
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Sowohl in Deutschland als auch in Großbritannien wurde im September 2007 die jeweilige Markteinführung des iPhones auf einer großen Pressekonferenz angekündigt. Ganz anders in Frankreich: France Telecom gab in einer knappen Presseerklärung bekannt, dass Orange als Mobilfunkbereich des Unternehmens das iPhone in Frankreich noch in diesem Jahr anbieten wird.

Wie das französische Wirtschaftsmagazin Les echos(öffnet im neuen Fenster) berichtet, ist ein Marktstart des iPhones bei Orange derzeit aber ungewiss, denn ein französisches Gesetz untersagt, dass das Apple-Handy nur mit einem Vertrag angeboten werden darf. Bislang gibt es das iPhone nur bei Abschluss eines Mobilfunkvertrages und es ist auch kein Preis für das Gerät bekannt, wenn man keinen Vertrag abschließt. Sollten die Analysen von Les echos stimmen, müsste Apple bzw. Orange das iPhone in Frankreich auch ohne Vertragsbindung und damit ohne SIM-Lock anbieten.

Aber auch jenseits dieser Probleme soll es zwischen France Telecom noch Unstimmigkeiten bei der Vermarktung des iPhones geben. Angeblich verlangt Apple von Orange eine Beteiligung von bis zu 30 Prozent an allen Umsätzen, die ein iPhone-Besitzer über Handy-Telefonate und mobile Internetnutzung erzeugt. Diesen hohen Anteil will Orange wohl nicht an Apple abtreten und erwägt, aus den Verhandlungen zur iPhone-Vermarktung auszusteigen. Auf den französischen Apple-Seiten wird das iPhone bislang nicht erwähnt.


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