Großbritannien: RFID-Ausweise für Zigaretten

Mit Hightech gegen Schmuggel

Seit 1. Oktober werden alle in Großbritannien hergestellten Zigaretten mit einem RFID-Chip pro Packung ausgestattet. Mit der Maßnahme wollen Tabakindustrie und Zollbehörde gegen Schmuggel, Fälschung und Steuerhinterziehung vorgehen.

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Ein RFID-Chip in Packungen ermöglicht es in Zukunft den Zollbehörden, mit Handlesegeräten einzelne Schachteln auf ihre Authentizität zu überprüfen. So lässt sich feststellen, ob die Zigaretten "echt" sind, berichtet die Times. Nach Angaben der Zollbehörden werden in Großbritannien jährlich etwa zwei Milliarden gefälschter Zigaretten - das entspricht rund drei Prozent aller Zigaretten - konsumiert. Insgesamt sollen dem Fiskus durch den Zigarettenschmuggel 3,5 Milliarden Pfund an Steuereinnahmen entgehen. Für die Tabakindustrie bedeutet das zugleich Verluste von 800 Millionen Pfund.

Für den Schmuggel gefälschter Zigaretten machen die Tabakkonzerne - British American Tobacco, Philip Morris, Imperial Tobacco, Gallaher - vor allem Hersteller in China verantwortlich. Diese würden gefälschte Zigaretten so verpacken, dass die Käufer denken würden, es handle sich um Grauimporte aus Osteuropa. Fälschungen seien für sie nur schwer zu erkennen.

Die Hightech-Maßnahme gegen den Zigarettenschmuggel wird die Konzerne etwa 10 Cents pro Packung kosten. Das ist zwar nicht gerade billig, aber bei den britischen Tabakpreisen gut zu verkraften. Auf erste Erfolge werden Fiskus und Tabakindustrie aber noch eine Weile warten müssen. Die gelagerten Vorräte an Packungen ohne RFID-Chip sollen laut Times noch bis Mitte des nächsten Jahres reichen. Unklar ist, wie künftig mit regulär importierten Zigaretten verfahren werden wird. [von Robert A. Gehring]

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