Abo
  • Services:
Anzeige

USA: Schwurgericht verhängt Rekordstrafe wegen Filesharing

220.000 US-Dollar Schadensersatz für 24 Songs

Eine Nutzerin der Tauschbörse KaZaA ist von der Jury eines Gerichts im US-Bundesstaat Minnesota wegen der Bereitstellung von 24 Songs zu einer Rekordstrafe in Höhe von 220.000 US-Dollar verurteilt worden. Die Geschworenen im Fall Capitol Records v. Jammie Thomas sahen, alleine in der Bereitstellung der digitalen Musikdateien, einen Verstoß gegen die US-Copyright-Gesetze.

Kläger war der mächtige US-Branchenverband Recording Industry Association of America (RIAA). Er warf der Frau vor, insgesamt über 1.700 Songs, bei denen die Verwertungsrechte von Plattenfirmen wie Virgin Records oder Sony BMG Music Entertainment gehalten werden, über die Tauschbörse KaZaA anderen Nutzern in ihrem Shared-Ordner zum Download angeboten zu haben. Die beklagte Nutzerin bestritt jedoch in der Verhandlung die Vorwürfe.

Anzeige

Bei diesem Prozess handelte es sich um die erste Filesharing-Klage, die in den USA vor einem Schwurgericht verhandelt wurde. Bislang wurden geltend gemachte Rechtsverletzungen durch die Nutzung von Tauschbörsen fast immer im Wege der außergerichtlichen Einigung zwischen der RIAA und den Betroffenen abgegolten. Dabei mussten sich die Nutzer zumeist verpflichten, mehrere tausend Dollar Strafe zu bezahlen und nie wieder durch den Tausch von geschützten Musikdateien gegen das Copyright zu verstoßen.

Das Schwurgericht sah bei den geltend gemachten Verstößen aber nur in 24 Fällen den Nachweis erbracht, dass die Dateien tatsächlich auch von der Beklagten bereitgestellt wurden. Dabei konnte ihr im Prozess sowohl die richtige IP-Adresse als auch die MAC-Adresse ihrer Netzwerkkarte eindeutig zugeordnet werden. Ferner hatte sich die Beklagte mit einer identifizierbaren E-Mail-Adresse und dem von ihr bereits in der Vergangenheit immer wieder verwendeten Nutzernamen "tereastarr" bei der Tauschbörse KaZaA angemeldet.

In der Begründung des Urteils ist das Gericht weitestgehend den vorgebrachten Argumenten der Musikindustrie gefolgt. Für einen Verstoß gegen die Copyright-Gesetze reicht danach schon die bloße Bereitstellung der Dateien aus. Ein Download durch andere Nutzer, der zu einem Tausch von Musik oder zu einer Verbreitung der geschützten Werke geführt hätte, ist nach Ansicht des Gerichts zur Erfüllung des Tatbestands nicht mehr nötig. Dementsprechend musste die klagende Musikindustrie diesen schwierig zu erbringenden Beweis auch nicht mehr führen. Vor den Geschworenen führte der Vertreter der Anklage Richard Gabriel aus: "Wir haben nicht zu beweisen, wer die Datei von der Angeklagten bekommen hat."

USA: Schwurgericht verhängt Rekordstrafe wegen Filesharing 

eye home zur Startseite
Cuba 16. Okt 2007

Vollkommen richtig analysiert. Und noch schlimmer: Lege ich mir meine legal erworbenen...

Flying Circus 09. Okt 2007

Der ISP loggt mit. Siehe unten Das tut die MI hierzulande aber nicht. Ja / manchmal Die...

iggy 08. Okt 2007

https://www.golem.de/0710/55107.html folgende Phrase sollte man sich auf der Zunge...

iggy 08. Okt 2007

<<< Dabei konnte ihr im Prozess sowohl die richtige IP-Adresse als auch die MAC-Adresse...

xryrxy 08. Okt 2007

wenn du schon 1 bit tauschst, musst du bereits schadensersatz zahlen ;)


the blog of guruz / 08. Okt 2007

USA: Sieg vor Gericht fuer die RIAA



Anzeige

Stellenmarkt
  1. Universität der Bundeswehr München, Neubiberg bei München
  2. Robert Bosch Packaging Technology GmbH, Crailsheim
  3. Robert Bosch GmbH, Böblingen
  4. Adam Riese GmbH, Stuttgart


Anzeige
Spiele-Angebote
  1. (-80%) 4,99€
  2. (-13%) 34,99€

Folgen Sie uns
       


  1. Blizzard

    Update und Turnier für Warcraft 3 angekündigt

  2. EU-Urheberrechtsreform

    Kompromissvorschlag hält an Uploadfiltern fest

  3. Desktop-Modi im Vergleich

    Fast ein PC für die Hosentasche

  4. Android 8.0

    Samsung verteilt Oreo-Upgrade wieder für Galaxy S8

  5. Bilanzpressekonferenz

    Telekom bestätigt Super-Vectoring für dieses Jahr

  6. Honorbuddy

    Bossland muss keine Millionen an Blizzard zahlen

  7. Soziale Netzwerke

    Twitter sperrt Tausende verdächtige Accounts

  8. Qualcomm

    802.11ax-WLAN kann bald in Smartphones kommen

  9. Synthesizer IIIp

    Moog legt Synthie-Klassiker für 35.000 US-Dollar wieder auf

  10. My Playstation

    Sony überarbeitet sein soziales PS-Ökosystem



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Age of Empires Definitive Edition Test: Trotz neuem Look zu rückständig
Age of Empires Definitive Edition Test
Trotz neuem Look zu rückständig
  1. Echtzeit-Strategie Definitive Edition von Age of Empires hat neuen Termin
  2. Matt Booty Mr. Minecraft wird neuer Spiele-Chef bei Microsoft
  3. Vorschau Spielejahr 2018 Zwischen Kuhstall und knallrümpfigen Krötern

Homepod im Test: Smarter Lautsprecher für den Apple-affinen Popfan
Homepod im Test
Smarter Lautsprecher für den Apple-affinen Popfan
  1. Rückstände Homepod macht weiße Ringe auf Holzmöbeln
  2. Smarter Lautsprecher Homepod schwer reparierbar
  3. Smarter Lautsprecher Homepod-Reparaturen kosten fast so viel wie ein neues Gerät

HP Omen X VR im Test: VR auf dem Rücken kann nur teils entzücken
HP Omen X VR im Test
VR auf dem Rücken kann nur teils entzücken
  1. 3D Rudder Blackhawk Mehr Frags mit Fußschlaufen
  2. Kreativ-Apps für VR-Headsets Austoben im VR-Atelier
  3. Apps und Games für VR-Headsets Der virtuelle Blade Runner und Sport mit Sparc

  1. Re: Es wird Zeit für WC4

    metal1ty | 14:14

  2. Re: Wo ist da der Sinn?

    FreierLukas | 14:13

  3. Re: Meine Ansicht zu dem Ganzen:

    madMatt | 14:12

  4. Re: hab meine CD keys nicht mehr *schnüff*

    elgooG | 14:12

  5. Sollte bereits berücksichtigt sein

    stuempel | 14:10


  1. 13:12

  2. 12:40

  3. 12:07

  4. 12:05

  5. 12:01

  6. 11:50

  7. 11:44

  8. 11:29


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel