Neuer Algorithmus soll neurale Prothesen verbessern
Die MIT-Forscher haben in ihrem Artikel, der in der Oktober-Ausgabe des "Journal of Neurophysiology" erscheint, verschiedene bereits in Prototypen realisierte Ansätze kombiniert. Die Technik soll unter anderem Gelähmten neue Möglichkeiten der Interaktion verschaffen, die Algorithmen sind die Brücke zwischen Sensor-Technik, die die Intention einer Person messen und diese in die Bewegung von Prothesen umsetzen soll.
In den letzten zehn Jahren gab es dazu verschiedene Versuche, die auch in Prototypen umgesetzt wurden. Der Ansatz der Gruppe um MIT-Forscher Lakshminarayan "Ram" Srinivasan soll diese nun zusammenbringen und ein einheitliches Framework schaffen, das als Basis für die unterschiedlichen Ansätze dienen soll.
Dazu werden grafische Modelle verwendet, wie sie auch in der Texterkennung oder Video-Analyse zum Einsatz kommen. Diagramme aus Kreisen und Pfeilen nutzen die MIT-Forscher, um die mathematischen Beziehungen zwischen der Intention einer Person und deren neuraler Manifestation zu beschreiben – unabhängig davon, ob diese mit einem EEG oder Elektroden im Inneren des Schädels gemessen werden. Zudem können dabei Signale aus verschiedenen Regionen des Gehirns verarbeitet werden.
Bislang arbeiteten Forscher je nach verwendeter Methode mit anderen Algorithmen. Doch das will Lakshminarayan "Ram" Srinivasan ändern und dafür ein allgemeines Framework schaffen, damit nicht für jede neue Methode auch neue Algorithmen entwickelt werden müssen. Zwar kann der aktuelle Ansatz einiges vereinheitlichen, es handelt sich aber nicht um einem universellen Algorithmus. Letzteres ist aber das Ziel der Forscher, das aber frühestens in einigen Jahren erreicht werden wird.