Sicherheitslücke in Xen
Die Sicherheitsspezialisten von Secunia(öffnet im neuen Fenster) stufen die zumindest in Xen 3.0.3 vorhandene Sicherheitslücke jedoch als wenig kritisch ein, da ein potenzieller Angreifer über Root-Rechte in einer virtuellen Maschine verfügen muss. Dieser kann dann die Konfiguration des Bootloaders Grub manipulieren(öffnet im neuen Fenster) .
So lässt sich Python-Code in der privilegierten Domäne Dom0 ausführen, die vollen Zugriff auf die Hardware hat und den Gastsystemen (DomU) Ressourcen zuweist. Secunia empfiehlt als Lösung, nur vertrauenswürdigen Personen Root-Rechte in einer virtuellen Maschine zu geben - ein Update für Xen 3.0.3 gibt es noch nicht und es ist auch noch nicht klar, ob andere Xen-Versionen ebenfalls betroffen sind.
Da XenSource und Virtual Iron ebenfalls Produkte anbieten, die auf Xen basieren, könnten einige ihrer Versionen gleichfalls von der Sicherheitslücke betroffen sein.
Vor allem aber zeigt das aufgetauchte Problem, dass mit zunehmender Verbreitung von Virtualisierungssoftware auch hierin eher Fehler und Sicherheitslecks entdeckt werden. Erst kürzlich hatte VMware mehrere Sicherheits-Updates für seine Produktpalette veröffentlicht.