Linux-Kernel 2.6.23 mit neuem Scheduler und Xen

Nun sind tatsächlich erste Xen-Komponenten in den Linux-Kernel gelangt. Noch ist dies aber wirklich nur ein Anfang, denn Linux lässt sich damit künftig direkt als Gastsystem in einer unprivilegierten Domäne (bei Xen "DomU" genannt) installieren. Diese dürfen nicht direkt auf die Hardware zugreifen. Die Domäne 0 (Dom0) hingegen - die den unprivilegierten Domänen Speicherplatz und Ähnliches zur Verfügung stellt - lässt sich auch weiterhin nur in einem angepassten Kernel einrichten. Die Patches für die Suspend- und Resume-Funktion fehlen ebenfalls noch.

Dafür hat es mit Lguest ein weiterer Hypervisor in den Kernel geschafft. Er ist besonders einfach gehalten, mit dem Anspruch, Entwicklern und Anwendern vor allem für Experimente mit Virtualisierung zu dienen. Im Unterschied zu der schon länger vorhandenen Kernel-based Virtual Machine (KVM) braucht Lguest keinen Prozessor mit AMD-V- bzw. Intel-VT-Technik. Insofern gibt es aber auch keine volle Virtualisierung und nur Linux läuft als Gast. Eine 64-Bit-Variante des Hypervisors existiert zwar bereits, der Variante im Linux-Kernel fehlt die 64-Bit-Unterstützung allerdings noch. KVM kann in der im neuen Kernel enthaltenen Version dafür auch Gastsystemen mehrere CPUs zur Verfügung stellen.

Mit dem Kernel 2.6.22 wurde der von SGI entwickelte Slab-Allocator SLUB eingeführt - und damit ein neuer Teil für das Speicher-Subsystem des Kernels. Der Slab-Allocator verwaltet den Arbeitsspeicher und ist damit entscheidend für die Leistung des Systems. SGI beklagte einige Probleme mit dem derzeitigen System und entwickelte daher ein neues. In einigen Fällen kann so eine höhere Leistung durch effizientere Speichernutzung erreicht werden, obwohl das grundlegende Design einfacher ist als das des Standard-Slab-Allocators. War SLUB in 2.6.22 noch nicht aktiv, ist er nun der Standard-Slab-Allocator.

Weiter verbessert wurde auch das Read-Ahead-System, eine Technik, bei der eine Datei einfach in den Speicher geladen wird, da der Linux-Kernel damit rechnet, dass sie bald von einem laufenden Prozess angefordert wird. Das neue On-Demand-Read-Ahead-System vereinfacht das vorherige System vor allem, soll aber beispielsweise in MySQL-Benchmarks auch Geschwindigkeitsvorteile bewiesen haben.

Aufgenommen wurde ferner Userspace-I/O (UIO), das Treiber in den Userspace bringt. Direkt für den Kernel ist nur noch ein sehr kleiner Treiber nötig, der mit den Interrupts umgeht. Andere Funktionen können durch das Userspace-Programm erfolgen, das hierfür Sysfs und eine Gerätedatei nutzt.

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Arghuuuun 11. Okt 2007

Zeigt sehr gut wieviel Ahnung du von Windows hast :) Oeffne mal deine Control Panels...

Hello_World 10. Okt 2007

Naja, eigentlich ist dafür auch die Distribution zuständig. Debian liefert z. B. Xen...



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