HDMI über dünnes 30-Meter-Glasfaserkabel

Das Besondere an der OWLink-Lösung ist, dass nur ein einzelnes Glasfaserkabel benötigt wird und dass dieses nur 0,9 mm dünn ist. Damit kann es auch unter Teppichen oder in Silikonfugen versteckt werden, in letzterem Fall etwa an Fußleisten oder um Türzargen herum. Alternativ kann das transparente Kabel auch einfach mit der Wandfarbe übermalt werden, wenn kein Kabelkanal bzw. Leerrohr vorhanden ist.
Das FO2800 und das FO2850 unterscheiden sich im Funktionsumfang: Während Ersteres HDMI/DVI sowie gleichzeitig Infrarotsignale übertragen kann, leitet das teurere Modell FO2850 zusätzlich auch USB-Signale zwischen Sender- (FO28x0 TX) und Empfänger-Modul (FO28x0 RX) weiter. Dabei werden derzeit nur Eingabegeräte wie Mäuse und Tastaturen - auch gleichzeitig - unterstützt.
Im US-Handel(öffnet im neuen Fenster) kostet das FO2800-System inkl. des dünnen 30-Meter-Glasfaserkabels 599,- US-Dollar, das FO2850 liegt bei 799,- US-Dollar - zzgl. Steuer. Die Preisempfehlung des Herstellers ist jeweils 200,- US-Dollar höher.
In Deutschland bietet ab sofort auch der Zubehöranbieter Spatz(öffnet im neuen Fenster) das FO2800-System von OWLink an, verlangt dafür aber 1.190,- Euro. Auch hier werden von Hause aus 30 Meter Kabel mitgeliefert. Mit weiteren 30-Meter-Kabeln lässt sich das dann auf die oben genannten maximal 400 Meter verlängern. Das ist für die Versorgung mehrerer Räume interessant.
Wer nicht so viel Geld für die Verkabelung ausgeben will, kann auch auf flache HDMI-Kabel ausweichen, wenn die runden Standardkabel zu dick sind. Allerdings sind auch die flachen kupferbasierten HDMI-Kabel in der Regel noch unter Teppichen auszumachen und nicht viel einfacher in Kabelkanälen zu verlegen. Auf Dielen oder Parkett oder an der Wand - beispielsweise zu einem Projektor hoch - lassen sich die Kupferkabel auf Grund ihres Umfangs ebenfalls nicht leicht und selten ohne Bastelarbeit verbergen.



