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GPL-Verletzung durch Monsoon nicht vom Tisch

Fall kann immer noch zur Verhandlung kommen. Als das Software Freedom Law Center (SFLC) Klage wegen einer GPL-Verletzung gegen das Unternehmen Monsoon einreichte, erklärte dieses bald darauf, den Forderungen nachzukommen und mit den Entwicklern zu verhandeln. Dies bedeute aber noch nicht, dass die Klage zurückgezogen wird, heißt es nun vom SFLC.
/ Julius Stiebert
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Das SFLC hatte im Namen der Busybox-Entwickler - eine kompakte Sammlung von Unix-Werkzeugen, die gerne in Embedded-Geräten verwendet wird - Klage gegen Monsoon eingereicht. Monsoon nutzt Busybox in der Video-Streaming-Lösung Hava(öffnet im neuen Fenster) , bietet bisher aber keinen Quelltext an, wodurch das Unternehmen durch die GNU General Public License (GPL) jedoch verpflichtet ist.

Als Reaktion auf die Klage erklärte Monsoon recht bald , man wolle alle Bedingungen der GPL erfüllen und werde daher den Quelltext in den nächsten Wochen zum Download anbieten. Man arbeite mit den Busybox-Programmierern zusammen, um die Probleme zu lösen, so Monsoon.

Allerdings bedeute dies noch nicht, dass der Fall auch wirklich geklärt sei, sagte Daniel Ravicher, Legal Director beim SFLC, gegenüber Linux.com(öffnet im neuen Fenster) . Zwar bestätigte er die Verhandlungen mit Monsoon, man habe sich aber noch nicht geeinigt. Im Nachhinein den Lizenzvorschriften nachzukommen würde nicht reichen, um die Sache zu regeln, so Ravicher. Denn dies würde gleichzeitig bedeuten, dass jeder die GPL verletzen könne, bis er entdeckt werde, da die einzige zu erwartende Strafe sei, dass er ab diesem Zeitpunkt der GPL entsprechen müsse.

Ravicher versucht laut Linux.com eine Einigung zu erreichen, insofern ist derzeit weder klar, ob der Fall vor Gericht kommt oder nicht. In der Vergangenheit klärten die Free Software Foundation und das SFLC alle GPL-Probleme in den USA außergerichtlich - in Deutschland bestätigten Gerichte bereits mehrfach die Gültigkeit der Lizenz für freie Software. Hierfür ist vor allem das Projekt gpl-violations.org(öffnet im neuen Fenster) von Linux-Entwickler Harald Welte verantwortlich.


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