Montavista kündigt neues Linux für Mobiltelefone an
Mobilinux nutzt mit MicroSELinux eine kleine Version der von der NSA entwickelten Linux-Kernel-Sicherheitserweiterung SELinux(öffnet im neuen Fenster) . Damit sollen sowohl Nachrichten als auch die Systemsoftware gesichert werden, um etwa zu verhindern, dass Schadsoftware die Kontrolle über das Gerät übernimmt.
Montavista verspricht darüber hinaus eine bessere Energieverwaltung, durch die vor allem die Batterielaufzeit verlängert werden soll, wenn Multimedia-Anwendungen auf dem Gerät genutzt werden. Damit die mit Mobilinux laufenden Geräte mit der Außenwelt Kontakt aufnehmen können, unterstützt das Betriebssystem WLAN und Bluetooth. Für die Audiotreiber wird das Linux-Subsystem ALSA verwendet und das GStreamer-Framework sorgt für entsprechende Codecs, um Audio- und Videodateien abzuspielen.
Die neue Version der mobilen Linux-Variante enthält Echtzeitfunktionen(öffnet im neuen Fenster) , um Reaktionszeiten von 50 Mikrosekunden zu gewährleisten. Ferner soll die Startzeit so reduziert worden sein, dass in weniger als 10 Sekunden, nachdem das Gerät angeschaltet wurde, der erste Anruf getätigt werden kann. Mobilinux 5.0 unterstützt außerdem Multicore-Prozessoren und liefert eine verbesserte Entwicklungsumgebung mit.
Ab November 2007 soll Mobilinux 5.0 verfügbar sein und anfangs die OMAP-2430-Plattform von Texas Instruments sowie kurz darauf auch OMAP 3430 unterstützen. Sechs weitere Plattformen sollen Anfang 2008 hinzugefügt werden. Neben Handy und Smartphones ist Mobilinux vor allem auch für Navigationssysteme und portable Geräte im Medizinbereich gedacht.
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