Abo
  • Services:

Interview: Robbie Bach über Xbox 360, Halo 3 und Zune

Xbox 360 Elite
Xbox 360 Elite
Golem.de: Andererseits nutzen die Leute ja nun auch Instant Messaging etwa mit der Spielekonsole oder dem Handy. Das könnte sich also auch bei der "restlichen" Internetnutzung ändern.

Stellenmarkt
  1. Dr. August Oetker Nahrungsmittel KG, Bielefeld
  2. arvato BERTELSMANN, Gütersloh

Robbie Bach: Das könnte sich ändern. Der Unterschied ist, dass Fernsehen eine soziale Komponente hat. Messaging ist da sinnvoll. Wenn Sie etwas kaufen, ist das anders. Man nimmt sich dafür ganz anders Zeit. Man hat eine Tastatur, eine Maus - das ist einfacher.
Ich denke, es geht doch einerseits darum, was der Kunde braucht, und andererseits darum, sicherzustellen, dass ein sauberes Managed Environment vorhanden ist. Hier muss eine gewisse Ausgeglichenheit bewahrt werden. Bei einer Revolution sollte man niemals nie sagen. Stimmt doch? Während eines solchen Umbruchs bieten sich neue Chancen, es entstehen neue Kundenwünsche und man beginnt, die Dinge in einem anderen Licht zu sehen.

Golem.de: Wie sieht es denn bei der Xbox 360 derzeit aus - nach dem Desaster mit der Hardwarequalität?

Robbie Bach: Ich denke, wir haben hier gute Fortschritte gemacht. Für uns ist es aufregend zu sehen, dass die Kunden das Produkt lieben. Da die Kunden zufrieden sind und das Produkt gerne weiterempfehlen, genießt die Xbox 360 eine sehr hohe Akzeptanz - die höchste, die ich jemals bei einem Produkt, an dem ich gearbeitet habe, erlebt habe. Gut 90 Prozent empfehlen die Xbox [360] weiter.
Die Leute lieben das Produkt wirklich. Natürlich macht sich Enttäuschung breit, wenn es ein Problem gibt. Aus diesem Grund haben wir auch die Garantiezeit verlängert. Wir haben ihnen gesagt: "Ihr liebt das Produkt, wir lieben es auch, stehen dahinter und kümmern uns." Das hat dazu geführt, dass der Markt Vertrauen gewonnen hat. Man kann das Produkt, das man liebt, getrost weiterempfehlen, ruhigen Gewissens kaufen.

Deutlich wurde dies für uns in den Verkaufszahlen. Seit wir die Änderungen bei der Garantiezeit angekündigt haben, gibt es einen noch größeren Run auf das Produkt. Zum Teil ist das, offen gesagt, saisonbedingt. Ein wenig hat es auch mit dem geänderten Preis zu tun. Zurückzuführen ist es gleichfalls auf den umfassenden Content. Es gibt viele Gründe. Wir verkaufen in immer kürzerer Zeit und das Geschäft läuft weiterhin gut.

Derzeit arbeite ich in erster Linie daran, wie schnell wir eine Konsole reparieren und wieder an den Kunden zurückschicken können. Diese Kritik hören wir am häufigsten: "Ich liebe meine Konsole. Danke, dass ihr sie kostenlos repariert, aber könnt ihr mir sie schneller zurückschicken?" Natürlich achten wir darauf, dass wir die Konsolen gut reparieren. Ganz klar. Hier müssen wir einen Mittelweg finden.

Golem.de: Was wurde denn getan, um die Gerätereparaturen von vornherein zu vermeiden?

Robbie Bach: Bei den neuen Konsolen haben wir unzählige Fortschritte gemacht. Die Lager bei den Händlern werden immer wieder neu gefüllt. Heute bekommt man Konsolen zu kaufen, die qualitativ sehr viel besser sind. Wir sind sehr stolz, sie zu verkaufen.

Golem.de: Was wurde verändert? Wie steht es um das Hardware-Redesign?

Robbie Bach: Natürlich wäre es für mich jetzt einfach zu sagen: "Das Teil mit der Nummer 37 war kaputt." Das war aber nicht das Problem. Vielmehr war es ein Problem des Zusammenspiels des gesamten Umfelds, des Zusammenspiels verschiedener Teile, unterschiedlicher Teile von unterschiedlichen Zulieferern und unterschiedlicher Teilekombinationen in der Box und des Designs insgesamt. Die Änderungen, die wir vorgenommen haben, waren eher Änderungen am Design als an bestimmten Komponenten. Und wir haben das Design verändert. Die Box wird tatsächlich immer günstiger. Das Design ändert sich also immer ein bisschen. Einige, spezifische Designänderungen waren aber auch unsere Reaktion auf Rückmeldungen von Kunden.

 Interview: Robbie Bach über Xbox 360, Halo 3 und ZuneInterview: Robbie Bach über Xbox 360, Halo 3 und Zune 
  1.  
  2. 1
  3. 2
  4. 3
  5. 4
  6. 5
  7. 6
  8. 7
  9. 8
  10.  


Anzeige
Top-Angebote
  1. 6,49€
  2. 219€ (Vergleichspreis 251€)
  3. 19,89€ inkl. Versand (Vergleichspreis ca. 30€)

Kein Fanboy 30. Sep 2007

Also auf mich macht Robbie einen netten Eindruck, leider sieht man auf den Fotos seinen...

Erlärbär 30. Sep 2007

Nein, die Sache ist ganz einfach. DIe Festplatten werden von Microsoft mit einem sehr...

Mono Pol 29. Sep 2007

"Kein Verbraucher sollte sich darüber Gedanken machen müssen. " Ja, genau das ist das...

Kimbo Slice 29. Sep 2007

Dein Kommentar unterstreicht auch nicht gerade deine intelligente Seite... Falls Du eine...

Warmduscher 28. Sep 2007

Schmieriger und flutschiger gehts wohl nicht? Das ist ja noch schlimmer als bei unseren...


Folgen Sie uns
       


Electronic Arts E3 2018 Pressekonferenz - Live

Mit Command & Conquer Rivals wollte sich die Golem.de-Community so gar nicht anfreunden, da haben Anthem und Unraveled Two mehr überzeugt.

Electronic Arts E3 2018 Pressekonferenz - Live Video aufrufen
Krankenversicherung: Der Papierkrieg geht weiter
Krankenversicherung
Der Papierkrieg geht weiter

Die Krankenversicherung der Zukunft wird digital und direkt, aber eine tiefgreifende Disruption des Gesundheitswesens à la Amazon wird in Deutschland wohl ausbleiben. Die Beharrungskräfte sind zu groß.
Eine Analyse von Daniel Fallenstein

  1. Imagen Tech KI-System Osteodetect erkennt Knochenbrüche
  2. Medizintechnik Implantat wird per Ultraschall programmiert
  3. Telemedizin Neue Patienten für die Onlinepraxis

Smartphone von Gigaset: Made in Bocholt
Smartphone von Gigaset
Made in Bocholt

Gigaset baut sein Smartphone GS185 in Bocholt - und verpasst dem Gerät trotz kompletter Anlieferung von Teilen aus China das Label "Made in Germany". Der Fokus auf die Region ist aber vorhanden, eine erweiterte Fertigung durchaus eine Option. Wir haben uns das Werk angeschaut.
Ein Bericht von Tobias Költzsch

  1. Bocholt Gigaset baut Smartphone in Deutschland

KI in der Medizin: Keine Angst vor Dr. Future
KI in der Medizin
Keine Angst vor Dr. Future

Mit Hilfe künstlicher Intelligenz können schwer erkennbare Krankheiten früher diagnostiziert und behandelt werden, doch bei Patienten löst die Technik oft Unbehagen aus. Und das ist nicht das einzige Problem.
Ein Bericht von Tim Kröplin

  1. KI Mit Machine Learning neue chemische Reaktionen herausfinden
  2. Elon Musk und Deepmind-Gründer Keine Maschine soll über menschliches Leben entscheiden
  3. Medizintechnik Künstliche Intelligenz erschnüffelt Krankheiten

    •  /