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Prozess zwischen Oracle und SAP beginnt im Februar 2009

Oracle wirft seinem Rivalen SAP Diebstahl vor. Der Prozess zwischen Oracle und SAP soll am 9. Februar 2009 beginnen, das legte der US-Bezirksrichter Martin Jenkins in Abstimmung mit SAP und Oracle fest. Oracle hatte seinen Rivalen im März 2007 verklagt, SAP habe Diebstahl in großem Stil begangen, so der Vorwurf, der später um Urheberrechts- und Vertragsverletzung im großen Stil erweitert wurde.
/ Jens Ihlenfeld
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Der US-Konzern Oracle wirft SAP konkret vor, dass Angestellte des SAP-Tochterunternehmens TomorrowNow Log-Ins von Oracle-Kunden genutzt hätten, um Tausende von Softwareprodukten und andere vertrauliche Dokumente von Oracles Servern herunterzuladen und zu nutzen. Außerdem sei Oracles Lösung zur Anpassung der PeopleSoft-Software an die neuen Sommerzeitregelungen in den USA von SAP gestohlen worden. Dabei seien in der angeblich kopierten Version von SAP TomorrowNow sogar kleine Fehler enthalten, die Oracle erst später in seinem Code beseitigte.

SAP betont zudem, dass TomorrowNow berechtigt war, im Auftrag seiner Kunden Material von der Oracle-Website zu laden. Gleichzeitig räumte SAP ein, dass TomorrowNow einige Fehlerbehebungen und Wartungsdokumente in unangemessener Weise heruntergeladen habe. SAP stellte dabei aber klar, dass die Materialien auf separaten, eigenständigen Systemen von TomorrowNow verblieben seien und dass SAP über seine Tochtergesellschaft keinen Zugriff auf geistiges Eigentum von Oracle gehabt habe - wichtig in Bezug auf die von Oracle angeführten Vorwürfe von Urheberrechtsverletzungen.

Am 9. Februar 2009 soll nun die Verhandlung am Bezirksgericht von San Francisco beginnen, angesetzt ist er auf vier Wochen. Richter Jenkins erklärte aber, er werde bis maximal bis zum 13. November 2008 Anträge der Parteien akzeptieren. Zudem wurde über eine Einigung in beiderseitigem Einvernehmen gesprochen.


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