Abo
  • Services:

Anti-Open-Access-Strategie von US-Verlagen enthüllt

Sechsmonatige Kampagne für 300.000 bis 500.000 US-Dollar

Die Zeitschrift New Scientist hat ein zweiseitiges Strategiepapier des vom US-amerikanischen Verlegerverband AAP angeheuerten PR-Beraters Eric Dezenhall veröffentlicht. In dem Papier werden Ziele und Maßnahmen einer Kampagne gegen Open Access genannt.

Artikel veröffentlicht am ,

Konfrontiert mit zunehmenden Forderungen nach offenem Zugang zu mit Steuermitteln finanzierten, wissenschaftlichen Zeitschriftenartikeln (Open Access) hatte der US-Verlegerverband Anfang des Jahres den PR-Berater Eric Dezenhall beauftragt. Dezenhall soll den Verlagen dabei helfen, ihr lukratives Geschäftsmodell des hochpreisigen Verkaufs steuerfinanzierte Forschungsergebnisse abzusichern.

Stellenmarkt
  1. ABUS Security-Center GmbH & Co. KG, Affing
  2. CURRENTA GmbH & Co. OHG, Leverkusen

Ende August 2007 hatte AAP dann die "Partnership for Research Integrity in Science & Medicine" (PRISM) gegründet. Über die Homepage von PRISM machen die AAP-Verlage Stimmung gegen Open Access, was unter Wissenschaftlern und Universitätsbiliotheken zu Protesten geführt hat.

Nun hat die Zeitschrift New Scientist ein zweiseitiges Strategiepapier von Dezenhall veröffentlicht, in dem die Ziele und Maßnahmen einer Kampagne gegen Open Access ausgeführt werden. "Die Koalition sieht sich mit der entmutigenden Aufgabe konfrontiert", heißt es in dem Papier, "Unterstützung für...einen weiterhin kostenpflichtigen Zugang zu wissenschaftlichen Zeitschriften zu gewinnen." Das sei besonders schwierig, weil der "Gegner" die "bessere Botschaft" hätte: "Freie Informationen."

Um das Ziel trotzdem zu erreichen, sollten die Verlage laut Dezenhall "die mit Open Access verbundenen Risiken" betonen und die staatliche Unterstützung für Open Access mit "Zensur gleichsetzen" und als "Gefahr für freie Unternehmen" darstellen. Schließlich empfiehlt der PR-Spezialist, in führenden Medien "Meinungsartikel zu platzieren" und "Anzeigen zur Kommunikation der Schlüsselargumente zu schalten". Die Kosten für eine sechsmonatige Kampagne veranschlagt Dezenhall auf 300.000 bis 500.000 US-Dollar. [von Robert A. Gehring]



Anzeige
Blu-ray-Angebote
  1. (u. a. Logan, John Wick, Alien Covenant, Planet der Affen Survival)
  2. (u. a. 3 Blu-rays für 15€, 2 Neuheiten für 15€)

Nameless 01. Dez 2007

Der PR-Berater Eric Dezenhall macht für Geld auch alles! Er ist eine skrupellose...

jooa 26. Sep 2007

die argumentation wird wohl darauf hinuslaufen das es eine art bevormundung ist was man...

Knux 25. Sep 2007

Wie die Überschrift schon sagt: Dies ist eine Anti-Open-Access-Strategie. Den Verlagen...


Folgen Sie uns
       


Golem.de besucht Pininfarina (Reportage)

Golem.de hat bei Pininfarina in Turin hinter die Kulissen geschaut und sich mit den Designern des Elektrosportwagens PF0 unterhalten.

Golem.de besucht Pininfarina (Reportage) Video aufrufen
Gaming-Tastaturen im Test: Neue Switches für Gamer und Tipper
Gaming-Tastaturen im Test
Neue Switches für Gamer und Tipper

Corsair und Roccat haben neue Gaming-Tastaturen auf den Markt gebracht, die sich vor allem durch ihre Switches auszeichnen. Im Test zeigt sich, dass Roccats Titan Switch besser zum normalen Tippen geeignet ist, aber nicht an die Geschwindigkeit des Corsair-exklusiven Cherry-Switches herankommt.
Ein Test von Tobias Költzsch

  1. Azio RCK Retrotastatur wechselt zwischen Mac und Windows-Layout
  2. OLKB Planck im Test Winzig, gerade, programmierbar - gut!
  3. Alte gegen neue Model M Wenn die Knickfedern wohlig klackern

Autonome Schiffe: Und abends geht der Kapitän nach Hause
Autonome Schiffe
Und abends geht der Kapitän nach Hause

Weite Reisen in ferne Länder, eine Braut in jedem Hafen: Klischees über die Seefahrt täuschen darüber hinweg, dass diese ein Knochenjob ist. Doch in wenigen Jahren werden Schiffe ohne Besatzung fahren, überwacht von Steuerleuten, die nach dem Dienst zur Familie zurückkehren. Daran arbeitet etwa Rolls Royce.
Ein Bericht von Werner Pluta

  1. Elektromobilität San Francisco soll ein Brennstoffzellenschiff bekommen
  2. Yara Birkeland Autonome Schiffe sind eine neue Art von Transportsystem
  3. Power Pac Strom aus dem Container für Ozeanriesen

Drahtlos-Headsets im Test: Ohne Kabel spielt sich's angenehmer
Drahtlos-Headsets im Test
Ohne Kabel spielt sich's angenehmer

Sie nerven und verdrehen sich in den Rollen unseres Stuhls: Kabel sind gerade bei Headsets eine Plage. Doch gibt es so viele Produkte, die darauf verzichten können. Wir testen das Alienware AW988, das Audeze Mobius, das Hyperx Cloud Flight und das Razer Nari Ultimate - und haben einen Favoriten.
Ein Test von Oliver Nickel

  1. Sieben Bluetooth-Ohrstöpsel im Test Jabra zeigt Apple, was den Airpods fehlt
  2. Ticpods Free Airpods-Konkurrenten mit Touchbedienung kosten 80 Euro
  3. Bluetooth-Ohrstöpsel im Vergleichstest Apples Airpods lassen hören und staunen

    •  /