Instant Messenger ComBots beerdigt
Der von ComBots angebotene Instant Messenger arbeitete lange Zeit mit einem proprietären Protokoll, das wohl der Grund dafür gewesen sein dürfte, dass der Dienst kaum Nutzer überzeugen konnte - zumal sich die wesentlichen Funktionen von ComBots in vielen anderen Instant-Messaging-Produkten finden, so dass kaum ein Nutzer die Notwendigkeit sah, auf einen anderen Client zu wechseln. Aber auch die Einbindung anderer Instant-Messaging-Protokolle im Juli 2007 brachte offenbar nicht die nötige Nutzerzahl. Der Dienst sollte sich durch den Verkauf von Avataren finanzieren.
Die gesamte ComBots AG soll im vierten Quartal 2007 restrukturiert werden, um Kosten zu reduzieren. Hinter dieser blumigen Formulierung in einer sehr knapp gehaltenen Pressemitteilung dürften sich wohl eine Reihe von Entlassungen verbergen, so dass viele Mitarbeiter der ComBots AG wohl bald ihren Arbeitsplatz verlieren werden. Zudem soll die Gesellschaft neu ausgerichtet werden, heißt es weiter, ohne dass klar wird, was sich dahinter verbirgt.
Die ComBots AG will für das Geschäftsjahr 2008 einen Gewinn von 1 bis 2 Millionen Euro verbuchen. Womit dies dann geschehen soll, ist derzeit mehr als unklar, da die AG mit der Einstellung des Instant-Messaging-Dienstes kein Produkt und keine Dienstleistung mehr anbietet.