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E-Plus: Mobiltelefonieren für nur noch 8 Cent/ Minute?

KPN-Chef zu radikalen Preisschnitten bereit. Nach einem Bericht(öffnet im neuen Fenster) des Handelsblatts will E-Plus künftig drastische Preissenkungen vornehmen, um die Nutzer dazu zu bewegen, mehr zu telefonieren. Im Gespräch mit der Zeitung vertrat KPN-Chef Ad Scheepbouwer die Meinung, dass man die Umsätze stark steigern könne, wenn man die Minutenpreise senkt.
/ Andreas Donath
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Scheepbouwer gab an, dass eine Minute Mobiltelefonieren im Schnitt hierzulande rund 14 Cent kostet und dies damit etwa dreimal teurer ist als im Festnetz zu telefonieren. In anderen Ländern sei der Mobilpreis nur doppelt so teuer wie das Festnetz. Demnach müssten die Minutenpreise im Mobilfunkbereich auf 8 Cent sinken.

Gänzlich frei sind die Netzbetreiber bei den Preisen nicht – die Wettbewerber verlangen schließlich auch Gebühren für die Weiterleitung der Gespräche in ihre Netze, und diese liegen nach Handelsblattinformationen derzeit noch leicht über den avisierten 8 Cent.

Scheepbouwer sagte dem Handelsblatt, dass man seinen Marktanteil bei Kunden, die nur mit dem Handy telefonieren, verdoppeln will. Man wolle von den ausschließlichen Handy-Nutzern rund ein Drittel für E-Plus gewinnen. 20 Prozent der Deutschen würden nur noch mobil telefonieren, wenn die Preise stark zurückgehen, schätzt der KPN-Chef.

Die Preissenkung will Scheepbouwer mit Auslagerung von Unternehmensfunktionen begleiten, um weiter profitabel arbeiten zu können. Er vertrat gegenüber dem Blatt die Meinung, dass letztlich nur Verkauf, Marketing und die Qualitätssicherung im Netz ureigenste Unternehmensaufgaben seien. Den Netzbetrieb hatte E-Plus schon Anfang des Jahres an den Ausrüster Alcatel-Lucent abgegeben. Andere Mobilfunker, vor allem O2, könnten diesem Trend folgen, so das Handelsblatt unter Berufung auf Experten.


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